Heppenheim

Ausstellung

Der Kunstverein spielt Tischtennis

Archivartikel

Heppenheim.Vor zwei Jahren gewann Andreas Breunig das erste „Battle“ im Kunstverein Heppenheim gegen Jana Schröder. Damals hatte die Mehrheit der Besucher der Ausstellung „Vote“ dem Düsseldorfer Künstler, der 1983 in Eberbach im Odenwald geboren wurde, ihre Stimme gegeben.

Jetzt kehrt Breunig mit einer Einzelausstellung in den Kunstverein Heppenheim zurück. Diesmal ohne Wahlplakate in der Stadt, aber mit einer Tischtennisplatte im Gepäck – es bleibt ein Wettstreit.

Originalarbeit für den Sieger

Zur ungewohnten Zeit wird am Samstag, 20. Juni, um 16 Uhr die Ausstellung „Play Me Have No Probs“ eröffnet. Zuvor findet ab 14 Uhr ein Tischtennisturnier für die Mitglieder des Kunstvereins statt. Der Künstler spielt selbst mit und stiftet für den Sieger eine signierte Originalarbeit. Teilnahmevoraussetzung ist die Mitgliedschaft im Kunstverein, die auch noch vor Turnierbeginn mit der Zahlung des Jahresbeitrages in Höhe von 60 Euro abgeschlossen werden kann.

Andreas Breunig studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Albert Oehlen und war Teil der Ausstellungsreihe „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“. Die große Überblicksschau war im vergangenen Jahr im Kunstmuseum Bonn, im Museum Wiesbaden sowie in den Kunstsammlungen Chemnitz und den Deichtorhallen in Hamburg zu sehen. In Frankfurt zeigt die Galerie Bärbel Grässlin noch bis Ende August Breunigs Bilder in einer Gruppenausstellung.

„Schwer zu knackende Bilder“

In einer Pressemitteilung des Kunstvereins zur Ausstellung heißt es: „Mit Platte und Palette schafft Breunig im Raum des Kunstvereins den Handshake zwischen Sport und Kunst. Hier eine pastose Rückhand hastig geschlagen, dort ein lasierender Topspin flüssig angelegt, die Vorhand flächig geschupft oder überlegt auf Linie gespielt – Breunigs Bilder ziehen gut und sie sind so schwer zu knacken wie eine Ballonabwehr. Seine abstrakten Schmetterbälle auf der Leinwand kalkulieren bewusst farbige ,Netzroller’ mit ein. Das ist für ihn kein Problem, da hebt er nur die Hand und sagt locker ,Sorry!’ Seitenwechsel gibt es nicht. Kunst ist ein Kantenball, am Ende zählt nur, wer gewinnt.“ zg

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