Heppenheim

Haus am Maiberg I

Die Geschichte der Sinti und Roma

Archivartikel

Heppenheim.Im Heppenheimer Haus am Maiberg laufen derzeit Projektwochen gegen Antiziganismus. In Kooperation mit dem Landesverband deutscher Sinti und Roma wird dort die Ausstellung „Wege der Sinti und Roma“ gezeigt. Zudem ist morgen (Dienstag) ab 19 Uhr der Dokumentarfilm „Kampf um Anerkennung“ im Haus am Maiberg zu sehen.

Anschließend besteht die Gelegenheit, mit den Filmemachern Rinaldo Strauß und Malte Clausen ins Gespräch zu kommen. Am 6. September (Freitag) spricht Bürgerrechtler Romeo Franz, Mitglied des Europäischen Parlaments, ab 19 Uhr über die Menschenrechtssituation der Sinti und Roma in Europa.

Kampf um Anerkennung

In der Ausstellung „Wege der Sinti und Roma“ zeichnet Udo Engbring-Romang auf rund 30 Schautafeln den Weg nach, den die Sinti und Roma seit dem 14. Jahrhundert gegangen sind. Thema sind darüber hinaus der Kampf um Anerkennung und Wiedergutmachung des Völkermords an den Sinti und Roma im Dritten Reich.

Engbring-Romang schlägt Brücken zwischen Geschichte und Gegenwart. An Aktualität habe das Thema Antiziganismus auch heute nicht verloren: Angehörige der Sinti und Roma und solche Menschen, die für „Zigeuner“ gehalten werden, würden auch heute noch diskriminiert, sagt der Ausstellungsmacher.

Zum Nachdenken anregen

Verbandsvorsitzender Rinaldo Strauß nennt Benachteiligungen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Grund dafür seien vorherrschende „Zigeuner“-Bilder, die irrtümlich mit dem Verhalten der Angehörigen der Minderheit gleichgesetzt würden. Daran, so Strauß, habe die Gesetzgebung gegen Diskriminierung in Deutschland bislang nicht in jedem Fall vorbeugen können. Die Ausstellung soll die Besucher dazu anregen, sich mit den eigenen Vorurteilen gegenüber Sinti und Roma auseinanderzusetzen. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel