Heppenheim

Filmvorführung

Die Raffinesse der Nazi-Propaganda

Heppenheim.„Anhand dieses Films wollen wir uns mit der propagandistischen Raffinesse des Dritten Reiches beschäftigen.“ Mit diesen Worten leitete Franz Beiwinkel die Vorführung des Films „Ich klage an“ aus dem Jahre 1941 ein, der im Marstall gezeigt wurde. Der Medienpädagoge Arndt Klingelhöfer erläuterte, auf welch subtile Weise der Propagandafilm für die Euthanasie wirbt, also die staatlich organisierte Ermordung Kranker und Behinderter. Organisiert wurde die Vorführung von der Initiative gegen Rechtsextremismus, dem Verein Stolpersteine und dem Deutschen Gewerkschaftsbund.

Zur Handlung: Eine junge Frau erkrankt an MS. Trotz aller ärztlicher Bemühungen nimmt die Erkrankung einen dramatischen Verlauf. Der Ehemann und Arzt der Erkrankten verabreicht ihr schließlich ein tödliches Gift. Während der Gerichtsverhandlung kann der Nachweis des ausdrücklichen Verlangens, sterben zu wollen, nicht erbracht werden. Zeugenaussagen und das Verhalten des Gerichtes lassen den Schluss zu, dass eine Verurteilung des Ehemannes offensichtlich nicht gewollt war. zg

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