Heppenheim

Seniorenbeirat Beratung für Hinterbliebene

Die Rente ist oft kein üppiges Polster

Heppenheim.„Viele Menschen in Deutschland haben Angst vor Altersarmut. Doch ist das System wirklich so schlecht wie sein Ruf? Es gibt kaum ein Thema, bei dem sich die Generationen so unversöhnlich gegenüberstehen wie bei der Rente. Denn während die Rentner über schwindende Kaufkraft klagen, ächzen die Jungen unter der immensen Abgabenlast“, schreibt der Seniorenbeirat Heppenheim.

Deshalb beschäftigt sich das Gremium in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema Rente und dem Schwerpunkt Hinterbliebenenrente. Fachmännische Unterstützung kommt dabei von Susann Macholdt von der Deutschen Rentenversicherung. Die öffentliche Sitzung des Seniorenbeirats Heppenheim findet am kommenden Montag, 17. Februar, im Marstall des Amtshofs statt. Beginn ist um 17 Uhr.

„Ältere Ehepartner oder Hinterbliebene mit Kindern bekommen die sogenannte große, jüngere die kleine Witwenrente. Wie hoch diese Rente ist, hängt davon ab, wann ein Paar geheiratet hat, und natürlich auch von den eingezahlten Versicherungsbeiträgen. Selbst Geschiedene können Anrecht auf Leistungen haben“, so der Beirat weiter.

Es gibt Voraussetzungen

„Was viele nicht wissen: Auch bei der Rente gibt es – wie bei jeder Versicherung – gewisse Voraussetzungen. So bekommt nicht jeder eine Rente vom Staat. Nur wer alt genug ist und mindestens fünf Jahre eingezahlt hat, kann Rente wegen Alters beantragen.“ Eine ausreichende Altersabsicherung für jeden gebe es damit aber nicht: „Wer im Alter bedürftig wird, kann allenfalls mit der mageren Grundsicherung und mit Wohngeld rechnen.“

Diese Leistungen gibt es allerdings nur auf Antrag. „Und so drängt sich der Eindruck auf: Die gesetzliche Rente der Zukunft mag sicher sein – aber sehr wahrscheinlich wird sie überschaubar ausfallen“, meint der Seniorenbeirat. Derzeit liege die Standardrente eines Durchschnittsverdieners nach 45 Beitragsjahren bei 1210 Euro brutto im Monat.

„Im Normalfall also kein üppiges Polster für lange Schiffsreisen“, so der Vorsitzende des Seniorenbeirats Anton Gölz. Tatsache sei, dass heutige wie auch künftige Rentner mehr an Leistungen erhielten, als sie an Beiträgen an die Rentenversicherung gezahlt hätten. Darum soll es am Montag gehen. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel