Heppenheim

Kloster St. Vinzenz Vier Schwestern feierten Ordensjubiläum

„Frauen mit Herz und Hand“

Archivartikel

Heppenheim.In kleinerem Rahmen, aber mit einem Festgottesdienst, haben vier Schwestern in der Kapelle des Mutterhauses St. Vinzenz in Heppenheim ihr Ordensjubiläum gefeiert. Schwester Bernharda legte ihre Profess im Jahre 1950 ab, also vor 70 Jahren, die Schwestern Bernadette, Raimunda und Maria Agnes im Jahre 1960, also vor 60 Jahren.

In ihrer persönlich gehaltenen Ansprache skizzierte Generaloberin Schwester Brigitta Buchler das Leben und Wirken ihrer vier Mitschwestern. Schwester Brigitta sprach von Gebet, Verzicht und Opfer, aber auch von Werken der Barmherzigkeit im Dienst an hilfsbedürftigen Menschen, aus denen inneres Glück erwachsen sei.

Schwester Bernharda Beron war viele Jahre in Mainz tätig, zunächst im Operationssaal an der Uniklinik, später als leitende Krankenschwester im St. Vinzenz- und Elisabeth-Hospital. Von 1977 bis 1989 war sie Generaloberin der Kongregation in Heppenheim, übernahm die Pflegedienstleitung und wurde Oberin im Pflegeheim Josefinenstift in Sigmaringen und in der St. Hedwig Pflegeheimat in Heidelberg.

Seit 2015 ist Schwester Bernharda in Heppenheim. Hier hilft die 93-Jährige, wo immer eine helfende Hand gebraucht wird. Schwester Maria Agnes Bürkle war während ihres ganzen Ordenslebens Küchenschwester: in Mainz, im St. Vinzenz- und Elisabeth-Hospital sowie im Fidelishaus und als Küchenleiterin im Josefinenstift in Sigmaringen.

„Ab 1999 war sie Küchenchefin im Mutterhaus Heppenheim und ist auch jetzt noch eine wertvolle Hilfe“, sagte Generaloberin Brigitta Buchler. Schwester Bernadette Margraf war zunächst Kinderkrankenschwester an der Uniklinik Mainz, dann Stationsschwester im Vinzenzkrankenhaus Limburg und schließlich Konventsleiterin im St. Hedwig-Pflegeheim Heidelberg und im Josefinenstift Sigmaringen. Seit Juni 2018 ist sie in Heppenheim.

Trösterin der Alten und Kranken

Schwester Raimunda Schlumpp half zunächst in der Küche und im Altenheim im Heppenheimer Mutterhaus, absolvierte dann eine Ausbildung zur Altenpflegerin und arbeitete 17 Jahre in der ambulanten Kranken- und Altenpflege in Straßberg. „Sie war Helferin bei Tag und Nacht“, lobte die Generaloberin. Später war sie als Stationsschwester im Krankenhaus und in der Altenpflege in Hechingen tätig, dann im Josefinenstift Sigmaringen.

Dort übernahm sie viele Aufgaben in der Kapelle und der Sakristei. „Als Trösterin der Alten und Kranken und für ihr offenes Herz hat sie sich unschätzbare Werte erworben“, so Brigitta Buchler. Seit Mai 2018 ist Schwester Raimunda Schlumpp im Mutterhaus in Heppenheim und kümmert sich hier um die Pflanzen.

Alle vier Ordensschwestern bezeichnete die Generaloberin als „Frauen mit Herz und Hand, mit großem Sachverstand und unermüdlichem Einsatz zum Wohle der Einrichtungen und deren Bewohner“. Beim Gottesdienst erneuerten die Jubilarinnen ihr Gelübde, Pfarrer Dieter Wessel überbrachte Glückwünsche und Urkunden des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel