Heppenheim

55. Todestag

Gedenken an Martin Buber

Archivartikel

Heppenheim.Am heutigen Samstag, 13. Juni, jährt sichd der Todestag von Martin Buber zum 55. Mal. Aus diesem Anlass gedenkt der im Heppenheimer Martin-Buber-Haus ansässige Internationale Rat der Christen und Juden (ICCJ) des großen jüdischen Denkers und Wegbereiters des Dialoges. Von 1916 bis 1938 lebte der in Wien geborene Philosoph und Schriftsteller mit seiner Familie in Heppenheim. Hier entstanden eines seiner bekanntesten Werke, „Ich und Du“, sowie die ersten Bücher der berühmten Bibelübertragung.

„Nach wie vor hat ein in Europa weniger bekanntes Lebensthema Martin Bubers nichts an Aktualität verloren: Buber war einer der ersten, die sich Gedanken zur Beziehung mit den arabischen Einwohnern und Nachbarn des damals nur als Vision bestehenden jüdischen Staates machten“, schreibt der ICCJ. Auch sein späteres Leben in Jerusalem – die Familie hatte Deutschland 1938 verlassen – war geprägt vom Einsatz für die Verständigung mit der arabischen Bevölkerung.

„Das Gewissen Israels“

In Zeitungsartikeln kommentierte Martin Buber immer wieder kritisch das politische Tagesgeschehen und förderte als Professor an der Hebräischen Universität in Jerusalem seine palästinensischen Studenten mit einem speziellen Stipendium. „Es ist kein Zufall, dass Israels erster Ministerpräsident David Ben Gurion, oft Ziel von Bubers Kritik, diesen in seiner Grabrede als ,das Gewissen Israels‘ bezeichnete“, so der ICCJ. zg

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