Heppenheim

Kunstverein

Großes Echo auch in der Schweiz

Archivartikel

Heppenheim.Zur Eröffnung von Conny Maiers Ausstellung „Die Zähmung“ im Kunstverein Heppenheim wurden nach Angaben des Kunstvereins erstmals einige Meter Straße vor der ehemaligen Bäckerei Zipp für einige Stunden gesperrt. Möglich sei dies gewesen dank der Hilfe der Stadt und von Bürgermeister Rainer Burelbach, der ebenfalls zur Vernissage gekommen war.

Vorsitzender Uwe Emig war nach Angaben des Kunstvereins selbst überrascht über das Echo, das die Schau in Deutschland, aber auch in der Schweiz fand. „Die Gäste mussten sich anmelden. Es hätten noch mehr kommen wollen, aber wir haben nicht so viele zugelassen“, so Emig. Vielleicht habe die Resonanz daran gelegen, dass Cornelius Tittel als Chefredakteur des Kunstmagazins „Blau“ sowie Creative Director der Tageszeitung „Die Welt“ international gut vernetzt sei und auch ein wenig als Kurator die Werbetrommel gerührt habe. In seiner Einführungsrede jedenfalls lobte Tittel, der gerade eine große Ausstellung mit Albert Oehlen und Carroll Dunham in der Kunsthalle Düsseldorf und im Sprengel-Museum Hannover kuratiert hat, den Kunstverein Heppenheim für seine Arbeit. „Viele junge Künstler hatten hier schon wichtige Ausstellungen“, sagte Tittel.

Tittel selbst hat Conny Maier in Berlin im vergangenen Jahr eher zufällig entdeckt. Die Autodidaktin sei keine „Streber-Künstlerin“, die von Anfang alles „richtig“ gemacht, bei den „richtigen“ Leuten studiert und dann auch bei den „richtigen“ Galerien ausgestellt habe. Tittel bezeichnete Maier als eine „Weltklasse-Koloristin“: „Ich habe selten jemanden gesehen, der so souverän und poetisch mit Farbe umgeht. Sie hat ihre eigene Bildwelt kreiert, die man auch auf 100 Meter schon erkennt.“ Das kann man jetzt beim Kunstverein durch die zwei großen Schaufenster sehen: Maier hat extra für den Raum zwei übergroße Bilder gemalt. zg

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