Heppenheim

Verzicht auf Kunststoffbecher

Grüne Liste lobt Waldkindergarten

Archivartikel

Heppenheim.Der Hambacher Waldkindergarten hat beschlossen, künftig auf Kunststoffbecher zu verzichten. Dafür gibt es nun Lob von der Grünen Liste Heppenheim. „Wir freuen uns außerordentlich über diese Entscheidung. Sie zeigt, dass es möglich ist, auf umweltschädigende Produkte zu verzichten und zugleich einen Qualitätsgewinn zu erzielen“, heißt es in einer Mitteilung.

Dagegen sei die Situation in den Heppenheimer Unternehmen, die Einwegbecher an ihre Kunden herausgeben, eher ernüchternd. Auf Initiative der Grünen hatte die städtische Verwaltung ermittelt, dass von 49 befragten Unternehmen immerhin sieben bereit seien, sich an der Aktion „Bleib deinem Becher treu“ zu beteiligen. „Das Ziel, im Heppenheimer Stadtgebiet möglichst ganz auf Einwegbecher zu verzichten, wollen wir trotzdem nicht aufgeben. Schließlich können diese sieben Unternehmen Vorreiter für weitere Betriebe sein“, so die GLH.

„Nicht zu rechtfertigen“

Auch wenn es in Heppenheim keine konkreten Zahlen zur Verwendung von Einwegbechern gibt, belaufen sich die Schätzungen des Bundesumweltamtes bundesweit auf circa 2,8 Milliarden Stück pro Jahr. „Bei einer Nutzungszeit von wenigen Minuten bedeutet dies eine nicht zu rechtfertigende Ressourcenverschwendung“, so Fraktionsvorsitzender Franz Beiwinkel.

Die Grüne Liste regt daher drei verschiedene umweltfreundliche Optionen an. Zum einen können Kunden selbst mitgebrachte, saubere Becher im Geschäft mit Kaffee befüllen lassen – egal ob eigene Mehrwegbecher oder den neu erhältlichen Kampagnenbecher. Zum anderen besteht in den teilnehmenden Läden die Möglichkeit, den Kampagnenbecher zum Einheitspreis von vier Euro zu erwerben.

Drittens schließlich können gebrauchte Becher gegen neue oder – zur späteren Verwendung – eine Pfandmarke eingetauscht werden. „Die Becher werden dann vor Ort gereinigt und wieder in Umlauf gebracht“, informieren die Grünen. Sie hoffen, dass sich weitere Betriebe an der Aktion beteiligen. „So lässt sich ohne gesetzliche Verpflichtung ein besserer Umweltschutz erzielen.“ zg

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