Heppenheim

Neubaugebiet Alte Kaute

Grüne monieren Fehlentwicklung

Heppenheim.Die Entwicklungen rund um das Neubaugebiet Alte Kaute rufen die Heppenheimer Grünen auf dem Plan. Nachdem bekanntgeworden war, dass die ersten Bewohner wohl erst Anfang 2022 ihre Wohnungen in dem Gebiet beziehen können, kritisiert Fraktionschef Franz Beiwinkel das Vorhaben als einen „kostspieligen Fehler“ und lässt kein gutes Haar an den Plänen.

Als Hauptgründe führt die Umweltpartei die Deichsanierung des südlichen Hambacher Ufers auf (wir haben berichtet), deren Kosten sich auf rund eine Million Euro belaufen soll. Auch eine Auffüllung mit Muttererde ist vorgesehen. Begründet wird dies mit dem Hochwasserschutz. Aktuell befinden sich die Ideen hierzu in der Vorplanungsphase.

Die Grünen kritisieren außerdem den geplanten Bau einer Brücke über den Hambach, den Beiwinkel „völlig überdimensioniert“ findet: „Zur Andienung der wenigen Betriebe im Bereich der Gunderslache genügt der Anschluss über die Vala-Lamberger-Straße vollkommen.“ Sollte eine Erschließung erfolgen, würde die Erschließung südlich des Stadtteils über den Opelkreisel und nördlich über eine Fahrrad- und Gehwegbrücke genügen. Das Brückenprojekt werde „fruchtbares Ackerland“ vergeuden. „Sinn macht diese Brücke im Grunde nur, wenn man bereits eine Bebauung parallel zum Jochimsee – also auf der anderen Seite des Hambachs – ins Auge gefasst hat“, entgegnen die Grünen. Die Pläne seien insgesamt eine „ökonomische und ökologische Bausünde“. Auch ein ÖPNV-Anschluss an das Neubaugebiet fehle. red

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