Heppenheim

Infoveranstaltung Stadt stellt 16 Hektar großen Mittelstandspark an Mannheimer Straße vor

„Hochwertige Betriebe sollen sich ansiedeln“

Archivartikel

Ludwigshafen.„Es soll kein Gewerbegebiet im klassischen Sinne sein, vielmehr verfolgen wir ein ökologisches Konzept der Zukunft“, betonte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck zu dem 16 Hektar großen Mittelstandspark südlich der Mannheimer Straße in Oggersheim. Nachdem die Pläne der Heinrich-Pesch-Siedlung für 1500 Menschen verfolgt werden, will die Stadt das im Westen angrenzende Gebiet zum Gewerbegebiet entwickeln. Das Vorhaben ist Teil der sogenannten „Entwicklungsachse West“.

„Wir wollen Ängste und Befürchtungen nehmen“, sagte Steinruck den Teilnehmern einer Informationsveranstaltung im Restaurant „Kalimera“: „Es sind keine Logistiker und kein Amazon-Lager, sondern hochwertige, kleine mittelständische Betriebe auch mit Betriebswohnungen vorgesehen“, hob die Rathauschefin hervor. Der Mittelstandspark werde im Westen vom Wohngebiet Paracelsusstraße und im Süden von der Stadtbahnlinie begrenzt, erklärte Stadtplaner Markus Katz. Derzeit werde das Gebiet vorrangig landwirtschaftlich genutzt, aber es gebe auch einige Bestandsnutzungen entlang der Mannheimer Straße.

Lärmgutachten wird erstellt

„Seit Jahrzehnten ist hier eine gewerbliche Nutzung vorgesehen“, sagte Katz mit Blick auf den Flächennutzungsplan. Zwischen Mittelstandspark und Pesch-Siedlung sollen Rad- und Fußwegverbindungen hergestellt werden. In der Mitte des Gebiets werde der Standort einer zusätzlichen Haltestelle geprüft.

Die Erschließung sei über die Mannheimer Straße vorgesehen. In dem Gebiet sollen drei separate Zonen geschaffen werden – in der westlichen und östlichen soll es Gewerbe und Wohnen geben, in der mittleren nur Gewerbe. Beim Bauleitplanverfahren werde ein Lärmgutachten erstellt, das Aussagen darüber mache, welche Gewerbebetriebe sich ansiedeln dürfen, führte Katz aus.

Festgelegt sei, dass der Abstand zwischen den Gewerbeflächen und den Häusern in der Paracelsusstraße 160 Meter betragen müsse, beantwortete Stadtplaner Joachim Magin die Frage einer Anwohnerin. Das Verkehrsaufkommen werde über die „Betriebstypologie“ und die entstehenden Arbeitsplätze ermittelt, so Magin. Ein Bürger regte an, ein frühzeitiges Verkehrskonzept zu entwickeln und vorzustellen.

„Wir versuchen, innovative und nachhaltige Unternehmen anzusprechen“, sagte Lars Bergström, Projektleiter bei der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEG). Im mittleren Bereich sei etwa Handwerk denkbar, in den äußeren Bereichen hochwertige Büro-Immobilien. In dem Gebiet seien maximal 1200 bis 1500 Arbeitsplätze denkbar.

„Wir gehen davon aus, dass wir Baurecht bis Mitte nächsten Jahres haben“, blickte Baudezernent Klaus Dillinger in die Zukunft des Vorhabens. „Bis da erschlossen wird, sind wir mindestens im Jahr 2021, eher sogar 2022.“

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