Heppenheim

Soziales Der Heppenheimer Afrika-Hilfsverein Future for Children hatte zum Sommer-Stammtisch eingeladen / Derzeit gibt es 120 Mitglieder und 37 Paten

Im Einsatz für Waisenkinder in Kenia

Archivartikel

Heppenheim.Der Heppenheimer Verein Future for Children setzt sich seit Jahren für elternlose Kinder in Kenia ein, hat dort unter anderem bereits ein Waisenhaus und eine Schule aufgebaut. Nun hatte der Verein zum zweiten Mal in den 15 Jahren seines Bestehens zu einem Sommer-Stammtisch eingeladen. Anlass war der Besuch der Vereinsgründerin Maren Kehler in Heppenheim, die den weiten Weg aus Kenia angereist ist, um vom Projekt und den Fortschritten in dem afrikanischen Land zu berichten.

Der Einladung sind mehr als 25 Mitglieder, Paten, Freunde und Interessierte gefolgt. „Eine solch hohe Teilnehmerzahl wünsche ich mir auch für unsere Mitgliederversammlung am 25. Oktober“, sagte Vereinsvorsitzende Kerstin Bohn bei der Eröffnung im „Gossini“. Der Saal war gut gefüllt und im Hintergrund wurden kleine Filmsequenzen aus Kenia gezeigt.

Fragen aus dem Publikum beantwortete die gebürtige Heppenheimerin Maren Kehler ausführlich und geduldig, etwa zu den Schicksalen der Waisenkinder oder zur Finanzierung des Projekts. Sie schilderte aber auch Alltagsprobleme in dem fernen Land, etwa Auflagen der Regierung beim Betreiben einer solchen Einrichtung. Mittlerweile leben 16 Kinder in dem Waisenhaus, 15 Mitarbeiter sind dort tätig.

In der Makemba Akademie, der benachbarten Schule, werden rund 240 Kinder von 17 Lehrern in acht Grundschul- und drei Kindergartenklassen unterrichtet. Drei ältere Waisenkinder, die bereits auf weiterführende Internate gehen, werden laut Kehler ebenfalls durch das Projekt unterstützt. Zusammen mit ihren Schützlingen gehen die Mitarbeiter auch Recycling- und Nachhaltigkeitsprojekte an.

So basteln die Kinder aus alten Wasserflaschen Blumentöpfe und Ornamente. „Diese Förderung macht die Makemba Akademie zu einer ganz besonderen Schule. Es geht nicht nur um Intelligenz, sondern auch um die Förderung von emotionalen und sozialen Persönlichkeitsaspekten. Darüber hinaus legen wir in der Schule großen Wert auf die musikalische Ausbildung der Kinder – was in Kenia nicht selbstverständlich ist“, sagte Kehler.

Jetzt kommt die Solaranlage

In kurzer Zeit hat sich eine Flötenklasse gebildet, die bereits bei einem landesweiten Wettbewerb den vierten Platz belegte. Als nächstes großes Projekt will man versuchen, mit dem Bau einer Solaranlage unabhängiger von der staatlichen Stromversorgung zu werden und so auch für die häufigen Stromausfälle besser gewappnet zu sein.

„Glaube nicht, dass echte Liebe außergewöhnlich sein muss. Was wir brauchen, sind Menschen, die leben, ohne müde zu werden“, schloss Kehler mit einem Zitat von Mutter Theresa. Der Heppenheimer Verein zählt mittlerweile mehr als 120 Mitglieder und 37 Paten. Weitere Informationen gibt es unter www.future-for-children.de. zg

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