Heppenheim

Sanierung wegen Hausschwamms mit Verzögerung, aber Erfolg

Teurer als gedacht, dafür trotz unverschuldeter Verzögerung ist die Fußbodensanierung der Pfarrkiche St. Peter zu Ende gebracht worden. Weil sich der Hausschwamm breit gemacht hatte, musste mit großem Aufwand ein neuer Boden geschaffen werden, wie Verwaltungsrat Karl-Peter Weis in der Rückschau erläutert. 35 Zentimeter tief sei ausgekoffert worden. In die Vertiefung wurde zunächst grober Schotter gefüllt, der Feuchtigkeit von unten abhalten soll. Auf diesen kam Feinsplitt zur Schonung der Kunststoff-Folie, die wiederum Wasser von oben abhalten soll.

Wieder eine Schicht drüber wurde Beton aufgetragen, auf dem eine kombinierte Konstruktion aus Aluminium- und Holzrahmen liegt. Darauf liegen die Holzbohlen und stehen die Kirchenbänke. Das klingt nicht nur aufwendig. Neben enormer Arbeitsleistung wurden laut Weis 70 000 fällig – „deutlich mehr als gedacht“. Dazu beigetragen hat ein anderthalbwöchiger Baustopp, der die zwischen 22. Januar und Palmsonntag erledigten Arbeiten in die Länge zog.

Interveniert hatte die Denkmalschutzbehörde des Landes Hessen. Anders als im Nachbarland Rheinland-Pfalz will sie neben der bistumseigenen Denkmalschutzbehörde konsultiert werden. Wurde sie dann auch, und mit der „Denkmalschutzrechtlichen Genehmigung eines Kulturguts“ konnte weitersaniert werden in der Kirche. Für die Arbeiten musste ein Elektro-Bagger herbeigeschafft werden. Ein dieselgetriebenes Gerät konnte nicht eingesetzt werden. Weis: „Dann hätten wir den Dieselgestank im Raum gehabt.“

Auf dem Holz- und Aluminiumrahmen werden die Bretter befestigt, auf denen die Kirchenbänke in St. Peter stehen. cris

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