Heppenheim

Segelflug Heppenheimer Sportler blicken zurück auf ein erfolgreiches Jahr mit außergewöhnlichen Flugbedingungen

Von der Hitze am Boden in die Kühle des Himmels

Archivartikel

Heppenheim.Der Jahrhundertsommer 2018 bescherte den Heppenheimer Segelfliegern eine lange Flugsaison mit ungewöhnlich guten Flugbedingungen. Diese konnten für viele schöne Streckenflüge genutzt werden.

Dass diese Flüge den Piloten nicht nur Spaß gemacht haben, sondern auch erfolgreich waren, zeigen die erreichten Ergebnisse. Weltmeister und Hessenmeister Christoph Matkowski wurde als Co-Pilot im polnischen Team mit Sebastian Kawa auf einem zentralen Wettbewerb im tschechischen Hosin souverän Weltmeister in der 20 Meter-Doppelsitzer-Klasse – Jürgen Rusch wurde Deutscher Vizemeister und Hessenmeister bei der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug in der 18 Meter-Klasse.

Erfolge für Nachwuchspilot Kia

Während Matkowski sich Luftrennen über vorgegebene Routen mit 30 weiteren Piloten während des zweiwöchigen Wettbewerbs lieferte, musste Rusch seine Strecken selbst planen und möglichst große Distanzen überwinden. Die Routen der Wettbewerbsflüge führten von Heppenheim bis an den Bayerischen Wald und über die Alb bis in den Südschwarzwald, worauf die Landungen wieder in Heppenheim erfolgten. Die im reinen Segelflug geflogenen Strecken betrugen bis zu 923 Kilometer. Die besten Piloten Deutschlands lieferten sich während der Saison einen spannenden Kampf mit stetig wechselnden Führungen. Entschieden wurde die Meisterschaft am letztmöglichen guten Thermiktag Ende Juli zugunsten des Siegers aus Bad Tölz.

Ebenfalls hervorragende Leistungen erbrachte Nachwuchspilot Patrick Kia. Mit der vereinseigenen ASW 28 mit 18 Metern Spannweite erflog er sich Strecken bis zu 763 Kilometern. Maßgeblich für den Erfolg waren sein Gespür für das Auffinden der Thermik, sein unbedingter Wille zum Gelingen auch in schwierigsten Situationen und strategischer Analyse der Wetterbedingungen. So konnte er auch Flüge an Tagen vollenden, an denen andere gute Piloten auf Wiesen und Feldern außenlanden mussten oder einfach wieder umgekehrt sind.

Der ungewöhnlich heiße und trockene Sommer bescherte den Segelfliegern außergewöhnliche Erlebnisse mit ungewohnt hohen Flughöhen bis zu 3000 Metern und sehr guten Fernsichten. Die Startvorbereitungen gestalteten sich jedoch oftmals als schweißtreibend. Wer sich in die Luft begab, hatte jedoch den Vorteil, der Hitze am Boden in die Kühle des Himmels entfliehen zu können. red

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