Heppenheim

Weinbau Bergsträßer Genossenschaft will mit der Hessischen Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach Synergieeffekte nutzen

Winzer eG geht Kooperation ein

Archivartikel

Heppenheim.Die Bergsträßer Winzer eG in Heppenheim und die Hessische Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach planen eine Kooperation zur Erschließung neuer Marktsegmente im Lebensmitteleinzelhandel und Fachhandel. Auf diese Weise sollen Synergieeffekte für beide Unternehmen genutzt werden und vor allem überregional gemeinsam neue Marktsegmente erschlossen werden. Dies teilte gestern die Winzer eG in einer Pressemitteilung mit.

Ein erstes Ziel der Zusammenarbeit ist demnach die Erzeugung und der Vertrieb von speziellen Projektweinen. Zwei dieser Weine, die von der Bergsträßer Winzer eG vinifiziert wurden, seien bereits gefüllt und schon über das Vertriebsnetz der Staatsweingüter verfügbar.

Beide Partner betonen laut Pressemitteilung "die vertrauensvolle und kollegiale Atmosphäre, in der die bisherige Zusammenarbeit begonnen wurde". Darüber hinaus gebe es erste Überlegungen, ob die Zusammenarbeit auf Produktions-, Lager- und Dienstleistungsbereiche ausgedehnt werden kann, um bestehende Ressourcen und Kapazitäten der Bergsträßer Winzer eG gemeinsam besser auszunutzen und Betriebskosten zu senken.

Weiterhin selbstständige Betriebe

Von dieser auf Projekte beschränkten Kooperation unberührt bleiben nach Angaben der Winzer eG die weiterhin organisatorisch selbstständigen Betriebe und Vertriebswege der beiden größten Weinerzeuger in Hessen. Durch die neue strategische Ausrichtung zweier starker, qualitätsorientierter Partner solle nun jedoch dem Bergsträßer Wein deutschlandweit mehr Potenzial und Gewicht verliehen werden.

Weinlese hat begonnen

Am Dienst wurde mit der Lese des neuen Jahrgangs bei der Bergsträßer Winzer eG begonnen. Die Ernte der frühreifen Trauben ist aufgrund des Vegetationsvorsprungs von fast 14 Tagen zu einem "Normaljahr" bereits jetzt möglich.

Gelesen wurden die Sorten Frühburgunder mit 90 Grad Oechsle und Müller-Thurgau für den ersten Federweißer, der es auf Mostgewichte von 72 bis 80 Grad Oechsle brachte. Den ersten Federweißer wird es ab Donnerstag, 7. September, bei der Bergsträßer Winzer eG geben.

Aufgrund der guten und befriedigenden Mostgewichte bei den meisten Sorten und der Gefahr von Fäulnis aufgrund der hohen Niederschläge wird die Lese nach Einschätzung der Winzer eG in den nächsten Tagen zügig voranschreiten.

Allerdings werde die Hauptlese für Riesling und Spätburgunder-Trauben erst in der zweiten Septemberhälfte beginnen.

Die Mitglieder der Bergsträßer Winzer eG wurden am Freitagabend über die Abwicklung der Weinlese informiert.

Einen ähnlich frühen Lesebeginn gab es 2011 am 28. August und 2014 am 2. September. "Allerdings sind diese frühen Lesetermine eine Folge der allgemeinen Klimaerwärmung," schreibt die Winzer eG in ihrer Pressemitteilung. zg

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