Heppenheim

Kloster St. Vinzenz Vor 50 und 60 Jahren legten zwei Ordensschwestern ihre Profess ab

Zeugnis der Beständigkeit und der Treue in schwieriger Zeit

Heppenheim.Mit einem Festgottesdienst feierten zwei Ordensschwestern in der Kapelle des Mutterhauses St. Vinzenz in Heppenheim ihr Ordensjubiläum. Schwester Rosa legte im Jahr 1959 ihre Profess ab, Schwester Maria Hildegard 1969.

Öffentliche Ablegung des Gelübdes

Als Profess bezeichnet man die öffentliche Ablegung des Gelübdes beim endgültigen Eintritt in den Orden. Das Wort Profess leitet sich vom lateinischen Wort professio ab, was Bekenntnis bedeutet. Beim Profess verspricht der Kandidat in mündlicher und schriftlicher Form, dass er sein zukünftiges Leben dem Dienste an Gott und den Menschen weiht.

Spiritual Armin Weyers bezeichnete die diamantene und goldene Profess der beiden Nonnen als ein Zeugnis der Beständigkeit und Treue in schwieriger Zeit. Dieses Leben in Beständigkeit sei ganz im Sinne des Johannes-Evangeliums: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“

Fleiß, Mut, Verzicht und Hingabe

Die Generaloberin des Mutterhauses St. Vinzenz, Schwester Brigitta Buchler, skizzierte den Lebensweg der Jubilarinnen. Fleiß, Mut, Verzicht und Hingabe seien Merkmale ihrer Arbeit gewesen, „die sie an den verschiedensten Orten kranken, alten oder behinderten Menschen haben zukommen lassen“.

Schwester Brigitta erinnerte auch daran, dass Schwester Rosa bei ihrer Einkleidung 1957 als 24-Jährige und Schwester Maria Hildegard 1967 als 26-Jährige bewusst ein Zeichen des einfachen Lebensstils gesetzt und damit ihr Leben lang durch das Tragen des Ordenskleides Zeugnis gegeben hätten „für unsere gottgeweihte Lebensform in der vinzentinischen Ordensgemeinschaft“.

Schwester Hildegard

Schwester Hildegard wirkte ab 1969 unter anderem in der Altenpflege in St. Hedwig in Heidelberg und zuletzt mit vielen Diensten im Haus, bei Heimbewohnern und Mitschwestern. Auch abnehmende Kräfte hinderten sie nicht, ihre Liebe und Fürsorge den Bedürfnissen des Konvents zu schenken, was sie bis heute als exzellente Köchin und Bäckerin beweise.

Schwester Rosa

Schwester Rosa kam 1958 nach Sigmaringen, um dort im Fidelishaus in Küche und Haushalt ihr Können einzusetzen. Ab 1970 bis zu ihrer Rückkehr ins Mutterhaus 2012 habe Schwester Rosa mit großem Können und Fleiß in Mainz-Marienborn gewirkt. Sie habe für die Verpflegung der Pensionäre und Mitschwestern gesorgt und habe sich um die Kirche, den großen Garten und den Einkauf gekümmert. Sie hielt die Türe des Schwesternhauses immer offen für Menschen in Not.

Die zwei Jubilarinnen erneuerten während des Gottesdienstes ihr Gelübde. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel