Kirche

Als Jünger und Apostel gesandt

Oft werden die Begriffe „Apostel“ und „Jünger“ gleichgesetzt, was so aber sicher nicht richtig ist. Als Jünger bezeichnet das Neue Testament all die Menschen, die Jesus zeitlebens nachfolgen. Die Schriften legen nahe, dass es viele Menschen gab, die mit ihm auf dem Weg waren. Das Lukas-Evangelium berichtet von über 70 Männern und Frauen, die zu den ersten Jüngern Jesu zählen. Wahrscheinlich waren es deutlich mehr.

Der Begriff Jünger ist vom griechischen Wort „mathetai“ übersetzt und bedeutet Lehrling. Im Althochdeutschen hieß es „jungiro“. Jünger werden grundsätzlich Frauen und Männer genannt, die sich einer religiös prägenden Persönlichkeit anschließen. So sammelte zum Beispiel auch Mohammed Jünger um sich. Zum Kern der Jüngerschaft Jesu zählen die Apostel. Deren Bezeichnung stammt vom altgriechischen „apóstolos“ ab, was sich mit Gesandter übersetzen lässt. Gemeint sind damit die Menschen, die von Jesus direkt beauftragt wurden, seine Lehre zu verkünden. Traditionell wird nur von zwölf Aposteln und nur von Männern gesprochen, was historisch umstritten ist. Mit der Zahl wird auf die Bedeutung der zwölf Stämme Israels genommen, die alle zum Volk Gottes zählen sollen.

Die Ausbreitung des Christentums wird jedenfalls erst durch die Jünger und Apostel möglich. Nach seiner Auferstehung beauftragt Jesus diese, auch andere Menschen zu Jüngern zu machen - also zu Personen, die bereit sind, ihm zeitlebens nachfolgen. Die Jünger beginnen durch die Welt zu ziehen und die christliche Botschaft zu verkünden. Viele von ihnen werden hingerichtet und gehen als Märtyrer in die Geschichte ein.

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