Kirche

Aus dem Vollen schöpfen

Archivartikel

Die Welt wurde von einem Schöpfer geschaffen. Die Annahme ist Grundlage vieler Religionen. Der Mensch gilt als Geschöpf. Wer schöpft, der entnimmt etwas aus einer großen Menge. Da ist etwas, das reichlich zur Verfügung steht und das sorglos aufgebraucht werden kann. Er kann sich aus einem reichhaltigen Angebot bedienen. Das scheint nicht begrenzt zu sein.

So schöpfen wir Luft, da sie uns stets zur Verfügung steht und atmen lässt. Wer geistig etwas schöpfen kann, der gewinnt eine neue Erkenntnis. Menschen, die all ihre Möglichkeiten kennen und nutzen, von denen sagt man, dass sie aus dem Vollen schöpfen. Sie brauchen sich über ihre Ressourcen keine Gedanken machen, können unbegrenzt das herausholen, was ihnen zur Verfügung steht.

Wer indessen schöpfen will, aber das, was er braucht, nicht findet, der erschöpft sich leicht. Er wird müde, manchmal auch lebensmüde. Man kann eben nicht ständig in die Vollen gehen, also sein Anliegen mit aller Kraft betrieben. Viele Menschen sagen von sich, sie schöpfen dann aber gerade in schweren Zeiten Kraft aus ihrem Glauben.

Die Bibel berichtet über die Schöpfungsgeschichte hinaus von mehreren „Schöpf-Geschichten“. So verkündet schon Prophet Jesaja: „Und ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Brunnen des Heils.“ Auch Jesus greift das Bild des Schöpfens am Jakobsbrunnen auf und weist darauf hin: „Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt.“ Die verschiedenen Bibelstellen verweisen darauf, da ist etwas, aus dem Lebenswichtiges geschöpft werden kann, das in Überfluss zur Verfügung steht. Es darf sorglos und in Fülle angenommen werden.

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