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Das geistliche Wort

Es gibt viele christliche Feste, deren Inhalte und Abläufe gut in der Bibel beschrieben sind. Dazu gehört auch das Fest, das man an diesem Sonntag feiert. Man nennt es „Darstellung Jesu im Tempel“ oder auch bürgerlich „Maria Lichtmess“.

Nach jüdischem Brauch bringen Eltern ihr Neugeborenes nach der Beschneidung in den Tempel, um ihr Kind Gott vorzustellen. Genauso machten es auch Maria und Josef mit ihrem Sohn und brachten Jesus in den Tempel. Dort trafen sie auf zwei ihnen unbekannte Personen.

Hanna und Simeon freuen sich sehr, Jesus zu sehen. Simeon sang sogar ein Lied, um seine große Freude auszudrücken. „Herr ich hab dein Heil gesehen, das Licht für dein Volk.“

Die liebevollen Eltern Maria und Josef hörten ganz genau hin, was Hanna und Simeon über ihren Sohn Jesus sagten und versuchten, deren Worte zu verstehen. Die zwei fremden Personen erkannten in Jesus Gott und waren darüber überglücklich.

Der Sonntag ist der Tag schlechthin, an dem Christen gemeinsam Gottesdienste feiern, zu Gott in den „Tempel“ gehen, um ihm von ihrem Leben zu erzählen. Sie stellen ihm das vor, was ihr Leben ausmacht und alles, was wichtig ist. Sie haben sozusagen ein Vorstellungsgespräch bei Gott selbst, singen Lieder, treffen bekannte Gesichter, lernen aber auch immer wieder neue Menschen kennen.

Meine Erfahrung sagt mir, wenn sich unser Leben mit Gott kreuzt – wie die zwei Kerzen an „Maria Lichtmess“ –, dann kann etwas Wunderbares entstehen oder wachsen. Stellen Sie sich vor, Sie haben heute ein Vorstellungsgespräch bei Gott. Was hätten Sie ihm gerne von sich erzählt?

* Der Autor Äneas Opitek ist Pfarrer der Katholischen Pfarrgruppe Fehlheim-Zwingenberg.

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