Kirche

Der bewegte Christus

Wer sich bewegt, ruht nicht. Er bleibt nicht, sondern wechselt bewusst seine Position. Er geht voran, versucht nicht starr zu bleiben und sucht Neues. Wer emotional bewegt ist, hat sich innerlich berühren lassen.

Die Dinge bleiben nicht, wie sie waren – sie werden anderes beurteilt und die Sache wird gegebenenfalls neu angegangen. Bewegung hat immer mit Ereignis zu tun. Es gibt immer einen Impuls, sich zu bewegen:

Ich entscheide mich, etwas für meine Gesundheit zu tun. Ich möchte etwas ändern, Neues finden, meine Emotion ausdrücken, vorangehen oder einfach nur nachfolgen. Bewegung zeugt vom Leben. Nur, was sich bewegt, kann sich verändern und verwandeln. Auch die Medizin weiß, nur mit Bewegung stärke ich den Körper, finde ich Wachstum und Heilung. Bewegung wirkt positiv auf Körper, Seele und Geist. Was sich nicht mehr bewegt, wird dagegen als starr und unattraktiv bewertet und als „tot“ empfunden.

Die biblischen Berichte sprechen immer wieder von Bewegung: Jesus zieht über das Land, Menschen zeigen sich innerlich bewegt von seiner Botschaft, sie tanzen vor Freude, folgen ihm nach. Der Auferstandene lässt seine Jüngerinnen und Jünger nicht in Resignation und Zurückgezogenheit verweilen, sondern sendet sie aus, um andere zu bewegen.

Christus, der bewegte Mensch: Die Skulptur in der Bensheimer Georgskirche (siehe Bild rechts) wurde vom bekannten Künstler Karheinz Oswald geschaffen und zu Ehren des verstorbenen Dekans Thomas Groß in Auftrag gegeben, der selbst ein leidenschaftlicher Läufer war.

Ein großes Thema des Bildhauers und Malers Karlheinz Oswald, der 1958 in Worms geboren wurde, ist die Bewegung. Vor allem der Tanz als Ausdruck der Freude zählt zu seinen Motiven.

Beides hat er in der Darstellung des „Läufers“ mit Lorbeerkranz zum Ausdruck gebracht. mb

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