Kirche

Der Mensch blüht auf

Nur unter guten Bedingungen können sich Pflanzen entfalten. Nicht anders ist es mit den Menschen. Wollen sie wachsen brauchen sie Wärme, Nahrung, Geduld und freien Raum. Erst wenn Freiheit für die Entwicklung gegeben ist, entsteht Wachstum, das letztlich auch Blüten und Früchte mit sich bringt.

Einengung, Druck und mangelnde „Nahrung“ führen zu einem Dahinvegetieren. Es braucht dann viel Kraft, um zu bestehen. Die Blüte bleibt spärlich oder gar ganz aus. Die Bibel verwendet das Blühen als Hinweis auf das göttliche Wirken. „Dort werden Blumen im Überfluss wachsen und sie wird singen, jubeln und sich freuen!“ frohlockt der Prophet Jesaia (Jesaja 35, 2).

Und später greift auch Jesus das Bild auf: „Wenn Gott schon für die Blumen so wunderbar sorgt, die heute blühen und morgen bereits verwelkt sind, wie viel mehr wird er da für euch sorgen?“ (Lukas 12, 28).

Geht es einem Menschen gut und er sprudelt vor Lebensfreude, so sagt man gerne: „Er blüht auf“.

Die positive Psychologie geht davon aus, dass zu diesem Wohlbefinden eines Menschen mehrere Faktoren beitragen. Demnach ist es wichtig, positive Emotionen zu spüren, sich für etwas engagieren und sich mit anderen Menschen verbunden zu fühlen. Ebenso bedeutsam ist es, Sinn im eigenen Tun finden und zu merken, dass man etwas bewegen kann.

Man spricht heute von „Selbstwirksamkeit“. Diese zu erfahren wird von den Wissenschaftlern als zentrales Element psychischer Gesundheit gewertet.

Steht jemandem etwas Unangenehmes bevor, dann heißt es dagegen gerne, „ihm blüht etwas“ – ein Hinweis, dass anstatt er selbst nun etwas anderes zur Entfaltung und damit zur Blüte kommt.

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