Kirche

Der mit Lorbeer Geschmückte

Er wird stets mit dem Grillrost dargestellt: der Heilige Laurentius. Am 10. August begeht die Katholische Kirche seinen Gedenktag. Er ist der Patron mehrerer Gotteshäuser, gerade der alten Kirchen entlang der Bergstraße.

Sein Fest, das schon vor der Mitte des 4. Jahrhunderts von der Kirche begangen wurde, war nach dem Fest Peter und Paul (29. Juni) das größte der alten Kirche. Laurentius, "der mit Lorbeer Geschmückte", genießt sowohl in der abendländischen Kirche als auch in der Orthodoxie große Verehrung.

Sie breitete sich vor allem zur Zeit der fränkischen Könige aus. Daher wird auch ein Zusammenhang zwischen den Laurentiuspatrozinien und einstigem fränkischem Königsbesitz angenommen.

Das trifft wohl auch auf die alten Kirchenstandorte an der Bergstraße zu, sie gehen meist auf eine fränkische Siedlung zurück. Im 5. Jahrhundert nahmen die Franken unter Chlodwig I. die Region ein und gründeten viele Bergstraßengemeinden.

Mit der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg im Jahr 955 erreichte die Laurentiusverehrung ihren Höhepunkt, als der deutsche Kaiser Otto I. am Laurentiustag die Ungarn in besiegte und so das Christentum in Deutschland schützte. Laurentius - ein gebürtiger Spanier - war im dritten Jahrhundert Erzdiakon unter Papst Sixtus II., der unter Kaiser Valerian während einer Christenverfolgung hingerichtet wurde.

Laurentius wurde das Kirchenvermögen übergeben. Er verteilte es an die Armen, so dass der Kaiser keinen Zugriff mehr darauf hatte. Laurentius wurde auf einem glühenden Rost zu Tode gemartert.

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