Kirche

Der verschwiegene Brückenheilige

Sein Abbild steht in zahlreichen Kirchen der Region: Johannes von Nepomuk. Er ist nicht nur Patron von Tschechien und Böhmen, er gilt weithin auch als „Brückenheiliger“ oder als der Märtyrer, der für Verschwiegenheit steht.

Geboren wurde er um 1350. Im Jahr 1393 wurde er Generalvikar des Erzbischofs von Prag. Zwischen ihm und König Wenzel gab es heftige Auseinandersetzungen.

Die Überlieferung berichtet, dass die Königin Johannes zu ihrem Beichtvater wählte. Wenzel wollte Johannes zwingen, das Beichtgeheimnis zu brechen, der weigerte sich aber. Johannes wurde gefangengenommen, gefoltert und schließlich Ende Mai 1393 in der Moldau ertränkt.

Johannes wurde im Dom zu Prag bestattet und dort verehrt. Seit Ende des 17. Jahrhunderts verbreitete sich der Kult um ihn über Böhmen, Österreich und Deutschland bis zum Rhein hin.

Kennzeichen des Johannes von Nepomuk sind die Chorherrentracht und das Kruzifix in der Hand. Da er von einer Brücke in den Tod gestoßen wurde, wird sein Abbild gerne auf Brücken dargestellt. Oder seine Statue wacht darüber.

Nepomuk wird auch als der Heilige verehrt, der im Mai frischen Regen bringt:

„Der Nepomuk uns das Wasser macht, dass uns ein gutes Frühjahr lacht“, sagt eine alte Bauernregel. Der 16. Mai ist der kirchliche Gedenktag des Heiligen.

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