Kirche

Einen „Eindruck“ hinterlassen

Wer sich bewegt, der hinterlässt Spuren – bewusst oder unbewusst. Mal sind sie kaum wahrzunehmen, ein anderes Mal unübersehbar. Der eine will Zeichen setzen, der andere versucht, seine Spuren zu verwischen, damit ihm keiner auf die Fährte kommt.

Fußspuren entstehen auf weichem Untergrund. Der Fuß hinterlässt seinen Abdruck. Er verrät viel über den Läufer selbst. Man kann schnell erkennen, in welche Richtung er gelaufen ist, ob langsam oder schnell, oder auch, wie groß und schwer er etwa war.

Wo nur auf festgetretenen Pfaden gelaufen wird, haben Spuren keine Chance, länger zu bestehen. Das tun sie eher, wenn Übliches verlassen, wenn auch mal eigene Wege gesucht werden. Wird Neues mit Überzeugung gewagt, wird dem auch gerne nachgefolgt. Will ich aus der Masse heraustreten, muss ich bereit und fähig sein, einen „Eindruck“ zu hinterlassen. Dazu muss ich jeden Schritt bewusst gehen, mich immer neu ausbalancieren und mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen oder gehen. Nichts verwirrt meine Nachfolger mehr, wenn ich meinen eigenen Weg nicht gezielt vorangehe. Desto mehr Eindruck ich hinterlasse und überzeugender mein beschrittener Weg damit ist, desto mehr Chancen habe ich, dass mir gefolgt wird.

Es ist eine Eigenart des Menschen, möglichst Spuren für immer zu setzen. Die Natur lehrt uns, dass Spuren grundsätzlich vergänglich sind. Was aber trösten kann: Vielleicht gehen inzwischen aber mehr den von mir neu beschrittenen Weg.

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