Kirche

Ernten, was man sät

Archivartikel

„Wer ernten will, muss säen“, sagt eine alte Weisheit. Und sie sagt damit deutlich: Wer etwas erreichen oder bekommen will, muss etwas dafür tun und die Voraussetzungen dafür schaffen. „Ungesäte Saat geht nicht auf“, verweist auch ein Sprichwort aus Japan auf die Notwendigkeit, das Gegebene nicht bei sich zu behalten, sondern weit zu streuen.

Doch nicht alles ist zur Aussaat bestimmt. Eine gute Saat hat besondere Qualität und Keimkraft. „Wie die Saat, so die Ernte“, heißt es. Qualität und Umfang des Gewinns werden also von Qualität und Umfang des Einsatzes bestimmt. Schließlich braucht es auch den richtigen Boden, damit die Saat aufgehen und gedeihen kann.

Die vom Bauern ausgebrachte Saat wächst meist ohne sein weiteres Zutun und bringt Frucht. Darauf verweist auch das Gleichnis Jesu vom Wachsen der Saat im Markusevangelium. Eine Aussaat hat auch immer auch ihre Tücken. Nicht alles fällt auf fruchtbaren Boden. Manchmal fällt das Korn zertreten, mal wird es gefressen, fällt auf einen Felsen oder in die Dornen. So beschreibt es zumindest ein weiteres biblisches Gleichnis, das vom Sämann.

Wenn in der Bibel von der Saat die Rede ist, ist meist das Wort gemeint – die gute Botschaft Gottes an die Menschen. Es geht nicht darum, dass sie jemand hört, sondern wie sie aufgenommen wird. Nur die, die sie aufnehmen werden letztlich der Boden dafür sein, dass die Saat Frucht bringt.

Nicht anderes ist es mit den Worten und Taten der Menschen selbst. Was Qualität hat und weit sowie großzügig gestreut wird, wird sicher auch viel bringen.

Das weiß auch die Wirtschaft. Man erntet eben, was man sät. „Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen“, verweist Paulus in seinem Brief an die Korinther.

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