Kirche

Kein Wundermittel

Wer etwas meidet „wie der Teufel das Weihwasser“, der hat große Angst und versucht, etwas um jeden Preis zu verhindern.

Weihwasser steht für den entschiedenen Glauben und damit in Beziehung zu Gott. Der Teufel personifiziert das Böse und als Gegenspieler Gottes will er – dem Volksglauben nach – mit Weihwasser nichts zu tun haben.

Katholische und orthodoxe Kirche setzen das Weihwasser bei allen ihren Segnungen und Weihungen ein. Katholiken bekreuzigen sich beim Betreten der Kirche mit Weihwasser. Sie tauchen kurz die Hand in das Weihwasserbecken und bezeichnen sich mit dem Kreuzzeichen.

Weihwasser zählt zu den Sakramentalien und wurde bereits in der urchristlichen Zeit verwendet. Es soll die Gläubigen vor allem an ihre Taufe erinnern. Das vom Priester geweihte Wasser gilt zudem als Zeichen der Hilfe und des Segens Gottes.

Wie Wasser allgemein soll es in besonderer Weise Leben ermöglichen und reinigen, aber auch an die Gefährdung des Lebens und dessen Rettung erinnern. Wer es verwendet, ist aufgerufen, sich dabei an die Befreiung des Volkes Israel von der Sklaverei mit dem Weg durch das Rote Meer und zugleich an die Taufe Jesu im Jordan zu erinnern.

Als „Wunderwasser“ gegen das Böse dient das geweihte Wasser aber nicht, es dient zuallererst dem Segen. Auch in vielen nichtchristlichen Religionen und Kulturen gibt es Reinigungs- und Weiheriten, die mit dem Gebrauch von Wasser verbunden sind.

Weihwasser befindet sich in den Weihwasserbecken am Eingang jeder katholischen Kirche.

In Weihwasserbehältern kann es von den Gläubigen auch mitgenommen werden und für Segnungen zuhause oder auf den Gräbern verwendet werden.

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