Kirche

Späte Blüte

Archivartikel

Blumen sind seit der Antike ein Zeichen der Vergänglichkeit von Schönheit und Leben. Der ursprüngliche Sinn der Blüten liegt in der Vermehrung. Nach der Bestäubung gehen Früchte und Samen hervor, die den Bestand der eigenen Art gewährleisten.

Viele Pflanzen zeigen ihre Hauptblüte im Frühjahr und Sommer. Sie haben damit ausreichend Zeit, die Samen auszubilden und zu verbreiten. Oft schaffen es die Pflanzen noch zu einer Nachblüte im Herbst, auch wenn eine Vermehrung durch Samen dann fast ausgeschlossen ist.

Verbreitet sich eine Pflanze vorwiegend auf vegetative Art , wie zum Beispiel durch Ausbildung von Ablegern, verliert die Blüte an Bedeutung. Hier reicht es oft, auch erst im Spätsommer ein buntes Blütenkleid zur Schau zu stellen. Die aufbauenden Phasen des Lebens sind bereits beendet, nun entfaltet sich alles.

Späte Blüten entwickeln sich aber nur, wenn in all den vorigen Zeiten auf gute, ausgeglichene Lebensbedingungen geachtet wurde. Die nun entstehende Pracht steht den frühblühenden Pflanzen oft nicht nach. Herbstblüten präsentieren sich in weitgehend warmen, wohltuenden Farben. Sie sind Ausdruck der Schönheit und Vollkommenheit.

Spätsommer und Herbst gelten als ruhige Zeit. Das Wesentliche ist getan, die Schönheit des Lebens zeigt sich noch einmal von ihrer buntesten Seite. Man redet auch vom „Herbst des Lebens“ des Menschen, da das Alter mit der Jahreszeit Herbst in Verbindung gebracht wird.

Auch im menschlichen Leben bedeutet diese Phase eher Ruhe und das Genießen des Erreichten. Und das Leben darf noch einmal aufblühen.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel