Kirche

Unser täglich Brot

Brot ist ein Grundnahrungsmittel des Menschen. In Religionen hat es eine herausgehobene Bedeutung und wird schon im Altertum als Opfergabe dargeboten.

Im Christentum symbolisiert das Brot neben dem Wein das Leben des Menschen. Wo das Brot zur Verfügung steht, da sagt Gott den Menschen seine Nähe zu. Es gilt als Speise für Körper und Seele. Im „Vater unser“ erflehen Christen: „Unser täglich Brot gib uns heute“.

Jesus bezeichnet sich selbst als das Brot des Lebens: Wer es isst – das heißt: in sich aufnimmt – wird ewig leben. Die wunderbare Brotvermehrung wird ein Hinweis dafür, dass Gott den Menschen grundlegende, kräftigende und sättigende Speise gerade auch im seelisch-geistig-spirituellen Sinn sein will.

In der Feier des Abendmahls wird Gott für das Brot gedankt. Es wird schließlich in den Leib Christi gewandelt, der zum Zeichen für dessen Gegenwart und die Verbindung mit ihm den Menschen ausgeteilt wird. Da ein Brot aus vielen Körnern gebacken und beim Essen wieder geteilt wird, ist es zugleich Zeichen von Einheit und Gemeinschaft.

Brot fällt nicht vom Himmel, es entsteht nur wechselseitig. Um zur Speise zu werden, braucht es das, was Gott mit seiner Schöpfung schenkt, aber auch das was der Mensch in seiner Arbeit schafft. Der Weg von der Aussaat des Getreides, dem Wachsen hin bis zur Ernte braucht Geduld und Pflege; das Mahlen und Backen sehr viel Sorgfalt. Ohne den „himmlischen“ Beitrag würde der Mensch aber nichts „gebacken bekommen“.

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