Kirche

Von der Bedrohung zum Bund

Archivartikel

Fällt etwas ins Wasser, dann meinen wir umgangssprachlich, das Ereignis findet nicht statt oder es ist misslungen. Wer sich über Wasser hält, der hat sein Auskommen, verdient sich seinen Lebensunterhalt. Das Wasser wird in zahlreichen Redensarten verwendet.

Wir „werfen jemanden ins kalte Wasser“, wenn wir einem Unerfahrenen eine schwierige Aufgabe zumuten oder eine Bewährungsprobe auferlegen. Anderen „steht das Wasser bis zum Hals“, wenn sie in großen Schwierigkeiten stecken oder kurz vor dem Ruin stehen. Wasser ist nicht nur Grundlage für das Leben, es steht auch für drohenden Untergang.

Da die Kraft des Wassers gerne unterschätzt wird und Fluten und Wellen nicht eingeschätzt werden können, ist Wasser – zumindest, wo es in Überfluss vorherrscht – Ausdruck der Gefährdung menschlicher Existenz. Wer erst einmal „unter Wasser“ steht, der ist in großer Not. Kann er nicht wieder auftauchen, dann ist sein Leben zu Ende.

Eine der bekanntesten Bibelgeschichten ist die von Noah und seiner Arche. Nach dem Buch Genesis der Bibel war Noah der zehnte Urvater nach Adam. Er war seinem Glauben treu. Daher wählte Gott ihn aus, durch den Bau der Arche mit seiner Familie die Sintflut zu überleben.

Nicht nur in der Bibel, auch andere antike Kulturen haben die „Sintflut“ in verschiedenen mythologischen Erzählungen weitergegeben. Durchweg wird sie als eine göttlich veranlasste Flutkatastrophe beschrieben.

Gott oder die Götter wollen die Vernichtung der gesamten Menschheit und der Landtiere. Und nur gottesfürchtige Personen entkommen der Katastrophe.

Die Bibel lässt die Sintflut in einem Bund Gottes mit den Menschen enden und sagt damit aus: Er will das Leben und nicht den Untergang oder den Tod.

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