Kirche

Wünsche zum Muttertag

Das geistliche Wort: Autor Stephan Volk macht sich Gedanken über die zwei Bedeutungsebenen des Satzes „Es reicht!“.

Es reicht!“ Wie haben Sie beim ersten Lesen diesen Satz verstanden? In dem Sinne: Es reicht! Ich kann nicht mehr und will nicht mehr. Genug. Basta. Feierabend? So wie eine Mutter, die am Abend froh ist, dass die Kinder endlich schlafen und sie mal durchatmen kann.

Oder haben Sie den Satz: „Es reicht!“ so verstanden: Es ist genug da. Es reicht für alle. Es ist ausreichend vorhanden. Es genügt mir. Ich bin zufrieden?

Ein Hamburger Jesuit hat mich einmal auf diese doppelte Bedeutung von „Basta!“ – „Es reicht!“ aufmerksam gemacht. Beide Dimensionen sind wichtig und hilfreich in unserem Leben. „Es reicht!“, sagt manchmal eine Mutter, um ihrem Kind eine klare Grenze zu setzen – und das ist wichtig.

„Es reicht!“, kann eine Mutter auch sagen in dem Vertrauen und der Hoffnung: Mein Kind wird das schon schaffen, es wird reichen in der Schule und im Leben.

Gott allein reicht

Ich wünsche allen Menschen und insbesondere den Müttern zum Muttertag, dass sie beide Facetten dieses Satzes – klare Grenzen setzen und Vertrauen haben – gut leben können. Als Christen glauben wir: Gott setzt uns in seinen Geboten klare und hilfreiche Grenzen für ein gelingendes Leben. Als Christen hoffen wir im Vertrauen auf Gott: „Es wird reichen!“

So wie Teresa von Avila gesagt hat: „Nada te turbe – solo Dios basta!“ Frei übersetzt: „Lass dich nicht verwirren – Gott allein reicht!“

* Der Autor Stephan Volk ist Dekanatsreferent im Katholischen Dekanat Bergstraße-Mitte.

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