Kommentar

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Mehr Geld für Lehrer statt für Piloten und Banker

Archivartikel

Bergstraße.Selbst die Älteren werden sich noch erinnern: Seit Jahrzehnten wird an unseren Schulsystemen herumreformiert mit neuen Inhalten, Strukturen, Notengebung und so weiter. Nur an die Kernprobleme wagt sich niemand. Es lernt sich besser in kleinen Klassen und in angenehmer Atmosphäre. Das heißt mehr Lehrer und zusätzliche Investitionen in Gebäude und Ausstattung, dieser Tage Corona-Luftfilter beispielsweise. Das ist Allgemeingut, aber bei den zuständigen Ministerien, Ämtern und sonstigen Verantwortlichen noch immer nicht angekommen oder wird mutwillig ignoriert.

Warum können öffentliche Schulen personell und baulich nicht so ausgestattet werden, wie es in Zeiten von Corona, Digitalisierung und Migration dringend erforderlich ist? Am Geld kann es nicht liegen: Für die Lufthansa und zuvor die Commerzbank waren schnell Milliarden aus dem Staatssäckel da - zur Rettung der sehr gut verdienenden Piloten und Banker. Für die Summen ließen sich jede Menge Lehrer bezahlen und Schulen renovieren.

Noch schlimmer macht das Ganze, dass Deutschland ein Land ist, dessen Wohlstand und Zukunft vor allem von der Intelligenz und der Bildung seiner Menschen abhängt. Und da sollte bei den Investitionen in Schulen endlich mal geklotzt und nicht gekleckert werden. Sonst ist es mit dem Wohlstand bald vorbei.

 
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