Lautertal

Rückblick Thomas Böhm beleuchtete die Geschichte der Harmonie

Als Freizeit noch ein Fremdwort war

Gadernheim.Zu einem großen Jubiläumsfest gehört auch ein Rückblick. Zum Kreis der Festredner bei der Harmonie Gadernheim gehörte der Vorsitzende des Vereinsrings, Thomas Böhm. Er spannte einen Bogen vom Gründungsjahr des einstigen Männergesangvereins 1868 bis heute.

In einer Zeit, als Freizeit ein Fremdwort gewesen sei, sei der Chor gegründet worden. 1889 konnte sich die Harmonie eine eigene Fahne leisten. Bei Bällen, Ausflügen und Theaterspielen sei das gesellige Beisammensein gepflegt worden, berichtete Böhm.

Die politischen Ereignisse im 20. Jahrhundert seien nicht spurlos am Chor vorübergegangen und hätten das kulturelle Leben schwer getroffen: Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es keinen Männerchor mehr, doch schon bald wurde ein neuer Verein gegründet: In der Kultur- und Sportgemeinde fanden auch die Sänger eine Heimat.

Frauenchor wurde 1982 gegründet

Bald löste sich die Abteilung ab und der Gesangverein Harmonie entwickelte sich. Das 100-jährige Bestehen wurde groß gefeiert. Zukunftsweisend war das Jahr 1982, als ein Frauenchor gegründet wurde. Bald schlossen sich beide Chöre zum gemischten Chor Harmonie zusammen. Auch einen Kinderchor mit Schülern der Mittelpunktschule gab es damals.

„Ihr seid ein wichtiger Teil im kulturellen Leben in Gadernheim“, fasste Thomas Böhm zusammen. Mit einem Text von Reinhard Mey: „Da lob’ ich mir ein Stück Musik von Hand gemacht – die funktioniert immer und überall und bei Nacht und Stromausfall“ beendete er seine Ansprache. Dabei unterstrich Böhm, wie wichtig auch im Computerzeitalter das gemeinsame Singen sei.

Thomas Böhm gratulierte der Harmonie im Namen des Vereinsrings und übergab ein Geschenk. jhs

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