Lautertal

Waldschäden Für Arbeiten des Forstamtes wird ein Teil des Naturdenkmals ab Montag gesperrt

Am Felsenmeer werden Buchen und Fichten gefällt

Archivartikel

Reichenbach.Hessen Forst beginnt am Montag, 25. November, mit Baumfällarbeiten am Felsenmeer in Reichenbach. Wie die Gemeindeverwaltung mitteilte, werden dazu einige Wanderwege im unteren Felsenmeer gesperrt werden. Für den Nibelungensteig wird eine Umleitung ausgewiesen werden. Die Arbeiten sollen am Donnerstag, 28. November, beendet sein.

Revierförster Dirk Dins teilte mit, dass der Holzeinschlag dringlich sei, um die Sicherheit der Waldbesucher gerade am gut frequentierten Felsenmeer zu gewährleisten. Damit bei den Baumfällarbeiten niemand verletzt wird, werde der Bereich rund um die Arbeiten großräumig abgesperrt werden, so Dins. Der Förster und die Gemeindeverwaltung baten darum, die Sperrhinweise zur eigenen Sicherheit zu beachten.

Der Zugang zum Felsbergwald und zum Felsenmeer wird von Montag bis einschließlich Donnerstag vom Felsenmeer-Informationszentrum aus sowie vom Parkplatz Talweg nicht möglich sein. Gesperrt werden soll auch der untere der beiden Wege (Nummer 4), die vom Parkplatz Römersteine in Beedenkirchen zum Felsenmeer führen. Betroffen ist damit grundsätzlich das Gebiet unterhalb der Brücke.

Umleitung für Nibelungensteig

Der Fernwanderweg Nibelungensteig wird vom Seifenwiesenweg aus über die Felsbergstraße und den Parkplatz Talweg auf den Rundweg Nummer 2 und zur Felsenmeer- Brücke geführt.

Die außergewöhnliche trockene Witterung im Sommer 2018 und in Teilen dieses Jahres als Auswirkungen eines Klimawandels führten fast überall in Mitteleuropa zu großen Schäden in den Wäldern. „Hitze und Dürre verursachen auch in diesem Jahr große Schäden. Diese Entwicklung ist auch im Gemeindewald Lautertal zu beobachten“, so Förster Dins. An zahlreichen Stellen zeigten sich auch im Felsbergwald deutliche Schäden an alten Buchenbeständen, die durch die Trockenheit verursacht seien. Zahlreiche Baumkronen und in Einzelfällen ganze Bäume seien abgestorben.

Um Gefahren auszuschließen, müssten solche Bäume entlang von öffentlichen Straßen und Wegen und in unmittelbarer Nähe zu Häusern, an Parkplätzen und Wanderwegen gefällt werden. Dies sei eine gefahrenträchtige und aufwendige Arbeit.

In der Fichtenschonung am unteren Felsenmeer habe sich wegen der extremen Schwächung der Bäume infolge der Trockenheit bei gleichzeitig hohen Temperaturen der Borkernkäfer massiv ausgebreitet. Die Folge sei der Tod zahlreicher Bäume gewesen, die nun gefällt und abtransportiert werden sollten. tm/red

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