Lautertal

Brandschutz Die Zahl der freiwilligen Einsätzkräfte in Lautertal nimmt zu

Anteil der Frauen hat sich vergrößert

Archivartikel

Lautertal.Die Zahl der Einsatzkräfte bei den Lautertaler Feuerwehren stieg seit 2013 leicht an. Das ist auf den vermehrten Eintritt von Frauen zurückzuführen. Ihre Zahl stieg von 16 auf 27, die der männlichen Brandschützer ging dabei von 168 auf 158 zurück.

Verstärkt haben sich vor allem die Feuerwehren in Elmshausen und Gadernheim. Die Elmshäuser Feuerwehr hat inzwischen die größte Einsatzabteilung – noch vor der Feuerwehr Reichenbach. Am besten organisiert ist die Feuerwehr Schannenbach. Hier ist jeder zehnte Bürger aus Schannenbach und Knoden aktiv. Bei den anderen Feuerwehren liegt die Quote bei rund zwei Prozent.

Die meisten Feuerwehrleute gehören zur Altersgruppe von 27 bis 40 Jahren. Das war 2013 noch anders, damals war die Gruppe der 18- bis 27-Jährigen am stärksten. Die Feuerwehr altert also leicht.

Austritte aus Altersgründen

Gemeindebrandinspektor Bernd Röder mahnte denn auch die Politik, sich mit dieser Entwicklung zu befassen. In den kommenden Jahren werde es weitere massive Austritte aus Altersgründen geben, weil dann die geburtenstarken Jahrgänge der 60er Jahre wegfielen.

Die Feuerwehr begegnet dem Trend selbst durch neue Einsatzregeln. War früher mit 60 Jahren für die Mitglieder der Einsatzabteilungen Schluss, so können sie inzwischen bei entsprechender Gesundheit bis zu ihrem 70. Lebensjahr Dienst schieben.

21 Fahrzeuge im Fuhrpark

Positiv für die Entwicklung in Lautertal sei die Gründung einer zweiten Kinderfeuerwehr in Elmshausen, sagte Bernd Röder. Er sieht damit aber die Möglichkeiten in der Richtung erschöpft. Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller hatte angeregt, weitere Kinderfeuerwehren zu gründen. Röder sagte, das sei wegen des damit verbundenen Arbeitspensums in den verbleibenden Feuerwehren kaum zu schaffen.

In der Summe stehen den Feuerwehren 21 Fahrzeuge zur Verfügung. Darunter sind sechs Mannschaftstransporter und das Gadernheimer Tragkraftpritzenfahrzeug, die nicht der Gemeinde gehören, sondern von den Feuerwehrvereinen angeschafft wurden. Die Kommune zahlt hier nur Zuschüsse zur Unterhaltung.

58 Mal wurden die Feuerwehren in den vergangenen fünf Jahren zu Bränden gerufen. Darunter seien drei größere Einsätze gewesen, die aber nicht zur Kategorie Großbrände gezählt hätten, sagte Bernd Röder.

Weitere 292 Einsätze waren als technische Hilfen eingeordnet. Dazu zählen vor allem die Rettungsarbeiten nach Unfällen im Felsenmeer. Die Zahl der Arbeitsstunden betrug insgesamt 4164. tm

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