Lautertal

Baugebiete sollen Entlastung bringen

Als Naherholungsgebiet für den Rhein-Main-Neckar-Raum war der Odenwald in den regionalen Raumordnungsplänen vorgesehen. Dies führte dazu, dass bei der letzten Änderung des Flächennutzungsplans im Jahre 2010 nicht alle Wünsche der Gemeinde auf Ausweisung größerer Gewerbe- und Wohngebiete erfüllt wurden. Besonders bei den jetzt fehlenden Gewerbeflächen tat dies der Gemeinde weh.

Auch deshalb wurde aus dem Industriestandort (Chemie-, Stein- und Papierbranche) Lautertal mehr und mehr eine Schlafgemeinde mit einer großen Zahl von Pendlern, die täglich an die Bergstraße oder in die Richtungen Mannheim und Heidelberg sowie Frankfurt und Wiesbaden zur Arbeit fahren. Zur Bebauung wurden in den vergangenen Jahren besonders die Baulücken zwischen Elmshausen und Reichenbach genutzt, womit die beiden Dörfer immer mehr zusammengewachsen sind.

Mit den Baugebieten „Schneiders Feld“ in Gadernheim, dem sich im Verfahren befindlichen „Schmelzig“ in Elmshausen und vor allem dem in ein Mischgebiet umgewandelten Destag-Gelände in Reichenbach können knapp hundert neue Wohneinheiten entstehen. Für eine ähnlich große Zahl neuer Häuser dürften auch noch die zahlreich vorhandenen Baulücken herhalten, sobald die Nachfolgegenerationen ihre meistens geringere Bindung an den Grundbesitz ihrer Vorfahren durchgesetzt haben.

Mit fast 200 neuen Wohneinheiten für die Kommune könnten nicht nur die Bedürfnisse der meisten Einheimischen erfüllt werden, sondern auch ermöglicht werden, dass zahlreiche Neubürger künftig ihren Beitrag zur Entlastung der schmalen Lautertal Gemeindekasse leisten können. he

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