Lautertal

Nibelungenstraße Ihren neuesten Namen hat die Verkehrsader seit 1937

Bezug zur Sage sollte Touristen anlocken

Archivartikel

Lautertal.Zuerst Weinweg, dann Weinstraße, später Pflasterstraße, teilweise Brandauer Straße, Markweg und Hauptstraße – die heutige Nibelungenstraße durchs Lautertal hatte eine ganze Reihe von Namen. Der prägnanteste ist jedoch der Begriff der Nibelungenstraße. Diese Namensgebung wurde 1936 vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Reichenbach nach dem Abschluss der damaligen Erweiterungsmaßnahmen angeregt.

In seiner Sitzung vom 24. Juni 1937 befasste sich der Gemeinderat mit dem Thema „Antrag des Verkehrsvereins dahier auf Umbenennung der Hauptstraße in Nibelungenstraße“. Damit versprachen sich der Verein und die Gemeinde eine Signalwirkung und eine bessere Werbung für das Dorf und das Felsenmeer.

Die Gemeinde hatte bereits mit der Benennung der Siegfriedsquelle den Bezug zur Nibelungensage hergestellt. Verstärkt wurde er 2002 durch die Wirtschaftsförderung Bergstraße mit der Errichtung eiserner Skulpturen des Winninger Künstlers Jens Nettlich. Diese zeigen Szenen aus dem Nibelungenlied. Lautertal bekam für den Marktplatz in Reichenbach den grimmigen Kämpen Hagen, Lindenfels Siegfried und Fafnir. Nicht nur diese Werbung, sondern auch die Aktivitäten des Geo-Naturparks Bergstraße und der Gemeinde Lautertal mögen dazu beigetragen haben, dass die Tourismusförderung Auswirkungen zeigt.

Für den Tagestourismus am Felsenmeer wurden die Hoffnungen der Verantwortlichen sogar übererfüllt. Heute hat dort die Gemeinde Mühe, die Besucher- und Verkehrsströme zu lenken. Manchmal sind es gar zu viele Ausflügler und so mancher Bürger sehnt sich in die gute, alte Zeit zurück, als Mutter und Kinder noch gefahrlos und ohne auf den Verkehr achten zu müssen auf der Nibelungenstraße spazieren gehen konnten. he

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