Lautertal

Schützen Reichenbach 25 Gäste besuchten eine Weinprobe mit dem Kenner Erich Konietzke

Blumige und edelsüße Tropfen im Schützenhaus

Reichenbach.Mit einer Neuerung hat der Vorsitzende des Schützenvereins Reichenbach (SVR), Lothar Pöselt, rund 25 Gäste zu einer Weinprobe im Schützenhaus begrüßt. In der gemütlichen Atmosphäre des kleinen Gastraumes mit seinem knisternden Kaminofenfeuer war dem Verein eine gelungene Veranstaltung geglückt. Mit Erich Konietzke hatten die Verantwortlichen einen begeisterten Experten des Pfälzer Weines gewonnen, der die acht Proben des Abends nicht nur mit Hilfe eine Power-Point-Präsentation vorstellte, sondern dabei auch die eine oder andere Anekdote zum Besten gab.

Über einen Müller-Thurgau ging die Verkostung zu einem trocken und einem halbtrockenen Riesling bis hin zu einem trockenen Grauen Burgunder und einer lieblichen Scheurebe. Aus der Rotweinsparte waren ein Portugieser lieblich, ein Dornfelder halbtrocken und ein trockener Cabernet Dorsa vertreten.

In diesem kleinen Weinseminar erfuhren die Teilnehmer viel über den Weinanbau, seine Reifung und den Zeitpunkt der Lese. Konietzke stellte anhand einer Karte die 13 Weinbaugebiete Deutschlands vor, auf der die nahegelegene Bergstraße im Vergleich zu den übrigen doch recht klein ausfiel.

Säuren bestimmen Haltbarkeit mit

Zu den einzelnen Proben schwirrten Begriffe wie blumige Aromen, spätreifend, bukettreich, kernig trocken oder edelsüß sowie rassig, leicht und spritzig bis hin zu schwer-ölig mit sortentypischen Holzton durch den Raum. Schwierig ist es, sich im Dschungel der Bezeichnungen für die Weine zurechtzufinden, zumal in verschiedenen Weinbauregionen unterschiedliche Bezeichnungen für dieselbe Weinsorte Verwendung finden.

Ein bisschen einschätzen könne man einen Wein, so der Referent, mittels der Angaben zu Alkoholgehalt, Säure und Restsüße. Säuren gehören zu den zentralen Geschmackselementen beim Wein. Im Zusammenspiel mit der Restsüße und dem Alkoholgehalt formten sie den Charakter des Weines. Säuren prägten seine Struktur und seien mitbestimmend für dessen Haltbarkeit.

Weitere Qualitätsmerkmale sind die Bezeichnungen wie „Basisweine“, deren Trauben überwiegend aus einer Region kommen. Bei „Gutsweinen“ werden Trauben eines Weingutes verwendet, bei „Ortsweinen“ wandern die Rebenfrüchte von einem Ort in die Flasche, während in „Lagenweinen“ nur Lesegut aus einer Weinlage zu finden sind.

Unbestrittener Höhepunkt der Verkostung war der zum Abschluss kredenzte Cabernet Dorsa, dessen „Körper mit Duft nach dunklen Waldbeeren und einer würzig intensiven Note“ beschrieben wurde. Die Dorsatraube entstand aus einer Kreuzung von Blaufränkisch und Dornfelder Reben. Dieser trockene Rotwein weist einen Alkoholgehalt von 13 Prozent auf.

Nach so viel Flüssigem und Informationen rund um den Wein boten fleißige Helfer des Schützenvereins zur Stärkung üppige Käse- und Wurstplatten. koe

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