Lautertal

Motorsport Wegen der Pandemie findet das Spektakel am 3. Oktober nicht statt

Die Nibelungenring-Rallye ist abgesagt

Lautertal/Lindenfels.Die Veranstaltergemeinschaft Nibelungenring-Rallye hat sich am vergangenen Donnerstag dazu entschieden, auf die Durchführung der diesjährigen Nibelungenring-Rallye im Odenwald am Samstag, 3. Oktober zu verzichten.

Das Gremium um Organisationsleiter Robert Gehrisch aus Schlierbach habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Nach dem Abwägen der durch die Corona-Pandemie bestehenden Risiken, votierte das Gremium geschlossen für diesen Schritt. Zu der Veranstaltergemeinschaft gehören neben anderen Vereinen auch der Odenwälder Motorsportclub Reichenbach und die Interessengemeinschaft Motorsport Schlierbachtal.

Zu hohes Risiko

Es sei bei dieser Sitzung über das erstellte Hygienekonzept diskutiert und über die zu erwarteten Auflagen der Gesundheitsbehörde des Kreises Bergstraße als Genehmigungsbehörde gesprochen, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Veranstalter sehe sich außerstande, diese Bestimmungen und Auflagen bei der Veranstaltung zu überwachen und damit auch einzuhalten.

Ebenso sei über die Möglichkeit, die Rallye ohne Zuschauer, durchzuführen diskutiert worden. „In diesem Fall müssten wir auf die Erstellung eines Zuschauerhefts verzichten und die sehr wichtigen Einnahmen aus der Inserat Werbung würden wegbrechen. Diese finanzielle Schieflage wollten wir aber nicht als erhebliche Nenngelderhöhung auf die Teilnehmer abwälzen“, betonen die Veranstalter.

Auch spiele bei den Überlegungen die Entwicklung der Pandemie eine erhebliche Rolle. Es sei nicht absehbar, wie sich das Ganze nach den Sommerferien und bis zum Oktober hin entwickelt. Damit bestehe nicht im Geringsten eine Planungssicherheit. Durch eine Absage und Nichtgenehmigung kurz vor der Rallye, aufgrund einer Verstärkung der Corona-Pandemie, werde die Veranstaltergemeinschaft mit Sicherheit in eine finanzielle Notlage geraten.

Ein wichtiger Punkt sei, dass die Verantwortung der Motorsportler gegenüber allen Beteiligten. Viele dieser von ihnen gehörten zu den Risikogruppen, die durch die Rallye einem erheblich höheren unabsehbaren Ansteckungsrisiko ausgesetzt wären. Auch dies müsse das Organisationsteam im Blick haben, denn bei einem eventuellen Infektionsherd mit all seinen Folgen, stehe der Veranstalter in der Verantwortung.

Dies alles führte letztendlich zur Absage der 52. ADAC Nibelungenring-Rallye und 12. ADAC Historic Nibelungenring-Rallye. red

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