Lautertal

Landwirtschaft Züchter gehen von einem Wolfsangriff aus

Drei Schafe auf einer Weide bei Lautern gerissen

Lautern.Große Aufregung bei den Viehzüchtern in Lautern: Nach fünf möglicherweise von Wölfen getöteten Tieren in Brandau hatte Schafzüchterin Carina Poth am Montag drei ihrer seltenen Fuchsschaf-Nolana-Züchtungen um ihre Weide verstreut liegen. Eines der Schafe war trächtig.

Poth betonte, dass die Weide vorschriftsmäßig neu eingezäunt und mit einem leistungsfähigen elektrischen Weidegerät ausgestattet sei. Die Batterie sei frisch geladen gewesen. Ihr Ehemann Tobias Poth kritisierte, das für den Tierschutz zuständige Veterinäramt in Heppenheim zeige wenig Interesse an dem Vorgang und wolle auch nicht eindeutig feststellen lassen, wer oder was die Tiere getötet hat. Es habe nur an die Abdeckerei, die die Tierkörper abholen solle, verwiesen. Von der Kreisverwaltung heißt es dazu, in solchen Fällen sei das Land Hessen zuständig. Dies sei den Betroffenen auch mitgeteilt worden.

Schafzüchterkollege Ehrhard Schmidt stellte die für die Tierzüchter grundsätzliche Frage, ob der Wolf überhaupt in den Odenwald gehört. Er befürchtet, dass weitere getötete Schafe das Ende der Schafzucht im Odenwald bedeuten könne. Jüngst wurden Wolfssichtungen bei Reichelsheim bekannt.

Jagdpächter Richard Meckel, der den Schaden in Augenschein nahm, ergänzte, dass die Schafe alles das abweideten, was die Landwirte nicht mehr nutzen könnten. Meckel wies auch auf die Ängste der Kälberzüchter hin, deren Jungtiere gerade auf der Weide seien. Auch das Rehwild sah der Jagdpächter durch Wölfe gefährdet. koe/red

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