Lautertal

Apeg Für die Gründung des Partnerschaftsvereins hatten engagierte Bürger den Weg bereitet

Ein „ideenreicher Zusammenschluss“

Lautertal.Der Arbeitskreis Partnerschaft Europäischer Gemeinden (Apeg) blickt auf sein 40-jähriges Bestehen zurück. 40 Jahre voller Euphorie, Aktivitäten und Begegnungen. Der politische Neuanfang mit der Bildung der Großgemeinde Lautertal 1972 hatte dazu geführt, dass von privater Seite der Gedanke einer Partnerschaft mit einer europäischen Gemeinde in die Ortspolitik Lautertals eingebracht wurde.

Für diese Idee begeisterten sich engagierte Bürger, die die ersten Besuche von Delegationen aus Radlett/Vereinigtes Königreich (Oktober 1978) und Jarnac/Frankreich (Mai 1979) auf der Suche nach deutschen Partnergemeinden in Lautertal organisierten.

Nach diesem ersten Kennenlernen sahen sich Lautertaler Bürger im Juni und September desselben Jahres in Radlett und Jarnac um. Über die dabei gewonnenen Eindrücke wurde die Bevölkerung Lautertals in einer Bürgerversammlung informiert. Um die weiteren Schritte hin zu einer Partnerschaft in England und Frankreich zu planen, organisierte sich bei dieser Bürgerversammlung ein Komitee, quasi der Vorläufer von Apeg Lautertal. Diese Gruppe stellte ein umfangreiches Programm für eine „Englische Woche“ im Mai 1980 zusammen, die unter anderem einen „echtem“ Bobby und einen englischen Taxi-Oldtimer auf Lautertals Straßen brachte (wir berichteten).

Um die Verschwisterungsarbeit auch rechtlich abzusichern, wurde am 25. Juni 1980 Apeg als eingetragener Verein im Saal der Traube in Reichenbach gegründet. 46 Lautertaler traten spontan dem Verein bei. Als Ziel des Vereins wurde damals formuliert, „die begonnene Partnerschaft zu Radlett und Jarnac zu fördern und weiterzuentwickeln“.

Der neue Verein konnte dabei an die gute Arbeit seiner Vorgängerorganisation anknüpfen, die bereits Austauschprogramme und die Englische Woche organisiert hatte. Diese Gruppe würdigte der damalige Vorsitzende der Gemeindevertretung, Erwin Fahlbusch, als „ideenreichen und arbeitsfreudigen losen Zusammenschluss von Bürgern“, die die Verschwisterung vorangetrieben hätten. Der damalige Bürgermeister Josef Weitzel dankte allen, die sich bisher in Sachen Verschwisterung engagiert hatte und wünschte dem neuen Verein vollen Erfolg.

Nach langer Satzungsdebatte erfolgte unter Leitung von Fahlbusch, Helmut Adam und Heinz Eichhorn die erste Vorstandswahl. Gründungsvorsitzender wurde Helmut Lechner. Als Stellvertreter fungierten die Vorsitzenden der Englischen und Französischen Sektionen, Gerhard Semrau und Ruth Fahlbusch. Deren Stellvertreter waren Irmgard Allerkamp und Ludwig Sauer. Die Kassenführung übernahm Heidi Adam und die Schriftführung Walter Koepff. Dem erweiterten Vorstand gehörten noch Christa Schindler (Arbeitsgruppe Quartiere) und Eva Katz, (Arbeitsgruppe Schüleraustausch) an.

Lechner betonte bei seinem Dank für seine Wahl, dass man die geknüpften Kontakte ausbauen wolle. Dies solle jedoch nicht zu touristischen Unternehmungen, sondern zur Pflege persönlicher Kontakte führen. Mit dem bisher Geleisteten sei man auf dem richtigen Weg. Als nächste Ziele nannte Lechner die Fahrt nach Radlett zur Unterzeichnung der Verschwisterungsurkunden im Herbst dieses Jahres. Die Gegenzeichnung werde im Frühjahr 1981 erfolgen. Gleichzeitig wolle man die Kontakte zu Jarnac pflegen. Von dort sei gerade erst eine Abordnung der Lauterner Feuerwehr begeistert zurückgekehrt.

Ein Besuch von Lautertaler Schülern in Jarnac könne wegen der Ferientermine erst Ostern 1981 erfolgen. Er teilte weiter mit, dass zur Feier des 20-jährigen Bestehens der Verschwisterung von Jarnac und dem schottischen Dalkeith Repräsentanten aus Lautertal eingeladen seien. Es gebe also viel zu tun. koe

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