Lautertal

Eintracht-Fest 1962: Als Reichenbach noch ganz anders war

Reichenbach.Die Lauter war noch offen, die Zufahrt ins „Eck“ noch enger, und der Marktplatzbrunnen stand in Säulenform am Ur-Standort. Als der Männergesangverein Eintracht 1962 sein 100-jähriges Bestehen mit einem großen Fest auf dem TSV-Sportplatz und einem Umzug feierte, sah Reichenbach noch ganz anders aus als heute.

An der Marktplatzbrücke wurde nicht nur auf das Touristenziel Felsenmeer hingewiesen, sondern auch auf das 16 Kilometer entfernte Ober-Ramstadt – warum auch immer. Die alte Linde dominierte den Platz, der auch damals schon in erster Linie als Parkfläche diente.

Vor dem Bauernhof Dörner/Bitsch stand ein flotter Sportwagen mit schicken Weißwandreifen. An der Scheune konnte man den Hinweis auf die „Sönnings-Mädchen“ lesen, die mit „Stoffen, Wolle, Wäsche“ handelten.

Im alten Rathaus ging damals nicht nur die komplette Reichenbacher Gemeindeverwaltung ihrer Arbeit nach, sondern auch die Post. Auf dem Geländer an der Lauter sitzend, sah sich der „Road-Lui“ den Umzug an, vor ihm der „Eddes“ im Sonntagsanzug.

Im Eintracht-Umzug liefen nicht nur die zahlreichen Festjungfrauen der Jahrgänge 1943 bis 1947 mit, sondern außer einer großen Zahl von Sängern auch Vorsitzender Peter Bohn und Reichenbachs Bürgermeister Peter Beßinger. he/Bild: he

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