Lautertal

Persönlich Helmut Lechner hat sich nicht nur politisch in Lautertal engagiert, sondern auch die Partnerschaften der Gemeinde mit initiiert

Engagierter Europäer feiert 80. Geburtstag

Reichenbach.Anglophil, frankophil, italophil, interessiert an Sprache, Kultur und Geschichte, so kennen viele Helmut Lechner, den gebürtigen Wormser, aber eingefleischten Reichenbacher – oder besser gesagt Lautertaler. Lechner feiert heute (Freitag) seinen 80. Geburtstag.

Ausgebombt in Worms zog es die Familie Lechner nach Reichenbach. Dort wurde Helmut Lechner 1946 eingeschult. In der Zeit von 1950 bis zum Abitur 1959 war er Schüler am Alten Kurfürstlichen Gymnasium in Bensheim. Daran schloss sich seine Ausbildung zum Lehrer an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt, am University College in London und ein Stipendiat in Bogalusa/Louisiana (USA) an.

Während seines 40-jährigen Schuldienstes – zuletzt am Abendgymnasium in Frankfurt – war Helmut Lechner in Kommissionen des Kultusministeriums zur Vorbereitung des Zentralabiturs tätig. In Frankfurt war er auch bei Abiturprüfungen für Externe eingesetzt.

Helmut Lechner brachte nicht nur die Lautertaler SPD, sondern als deren Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender auch die Gemeinde Lautertal in den 70er Jahren mit auf den Weg. Schon vor der Gründung der Großgemeinde war er als Schriftführer im Reichenbacher Gemeinderat tätig gewesen. Lechners Engagement für seine Heimatgemeinde führte unter anderem zur Gründung des Verschwisterungsvereins APEG, den er lange leitete, sowie zur Verschwisterung mit dem englischen Radlett, dem französischen Jarnac und dem italienischen Dogliani.

Seine Begeisterung und sein Interesse an England beruht auf verwandtschaftlichen Beziehungen. Bereits als Schüler und Student war Helmut Lechner häufig Gast auf der Insel gewesen. So ist er quasi auch im Vereinigten Königreich groß geworden. Aus dieser Verbindung entstand unter anderem auf dem Gelände des ehemaligen Trautmann-Hofes in Reichenbach eine seniorengerechte Wohnanlage, die durch Lechners englischen Freund Brian Brennan initiiert und von Lechner begleitet worden war.

In der Verschwisterung engagiert

Helmut Lechners Herz schlägt für Europa. So ist es nicht verwunderlich, dass er Gründungs- und Vorstandsmitglied im Verschwisterungsverein „Brücke Most“ ist, einer Verbindung zwischen dem Kreis Bergstraße und dem Landkreis Schweidnitz in Niederschlesien/Polen.

Lechner ist Mitglied in 14 Vereinen, in vier davon hat er die Ehrenmitgliedschaft verliehen bekommen. Darüber hinaus ist er Ehrenbürger von Jarnac, Ehren-Vice-Präsident des Tabard Rugby Club in Radlett und seit 1995 Träger des Landesehrenbriefs.

Sport war viele Jahre lang eine weitere Leidenschaft Lechners. Das führte unter anderem dazu, dass er als Turner und Turnwart sowie als Vorstandsmitglied im TSV Reichenbach tätig war. 1986 hob er den Tennis-Club Lautertal mit aus der Taufe, den er bis 1998 leitete. Dem SSV Reichenbach gehört Helmut Lechner ebenfalls seit Jahren an.

Das älteste Whisky-Tasting in der Region, „Malt by the Rocks“ am Felsenmeer, geht auch auf eine Initiative von Lechner zurück. Vielseitig interessiert und informiert ist Helmut Lechner auch als Referent gefragt. So hielt er beim Verschönerungsverein Reichenbach Vorträge über die Körner-Eiche am Borstein und die Drachenlampe am Reichenbacher Rathaus. Er präsentierte Bilderschauen, Aufnahmen von Jahresfahrten des Vereins und aus dem Odenwald.

Seit einigen Jahren fotografiert Lechner mit Begeisterung, so dass er dem Foto-Amateur-Club-Reichenbach beitrat. Zu Clubabenden und Ausstellungen trägt er mit seinen Werken, überwiegend Naturaufnahmen, bei, die sich hin und wieder auch in dieser Zeitung finden.

Helmut Lechner und seine Frau Ingrid haben zwei Kinder und zwei Enkelkinder. koe

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