Lautertal

Landwirtschaft Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz sieht keinen akuten Trockenstress

Ergiebige Regenfälle haben die Natur entlastet

Lautertal/Lindenfels.Die Regenfälle der vergangenen Tage waren ausreichend, um Trockenstress auf den Äckern und Wiesen zu vermeiden. Allerdings fehlt noch immer Wasser im Unterboden. Das berichtete die Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft (AGGL).

Die Zuckerrüben seien fast vollständig aufgelaufen, die Aussaat- und Auflaufbedingungen für den Mais zurzeit gut. Gülle und Mist zur Maisaussaat könne derzeit optimal eingesetzt werden, allerdings werde oft „ein gerüttelt Maß an Toleranz von den Anwohnern“ verlangt, denn die Freisetzung von Ammoniak führe kurzzeitig zu einer Geruchsbelästigung – auch wenn die Gülle eingearbeitet werde.

Gut besucht gewesen seien die Feldrundgänge, die die AGGL gemeinsam mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen angeboten hatte. Die Rundgänge dienten dem Wissenstransfer und dem Austausch.

Vielerorts seien die Wiesen bereits das erste Mal gemäht worden, schreibt die AGGL weiter. Wo er noch ausstehe, müsse er bei stabiler Wetterlage folgen. Ziel sei es, eine gute Silage mit hohem Nährstoffwert und geringen Trockenmasseverlusten zu bergen.

„Der richtige Erntezeitpunkt ist wesentlich für einen hohen Nährstoff- und Energiewert und hilft dabei, die Grundfutterleistung zu erhöhen.“ Vor der Mahd sei ein Kontakt mit den Jägern wichtig, damit Zeit bleibe, um das Wild zu vergrämen. „Junge Kitze verlassen die Wiesen nicht von alleine, sondern müssen von der Ricke aus dem Feld geführt werden. Hunde müssen während der Brut- und Setzzeit angeleint werden und sollten keinen Zutritt zu landwirtschaftlich genutzten Flächen haben“, erinnert die Arbeitsgemeinschaft. red

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