Lautertal

Original Blütenweg-Jazzer Band um Bruno Weis spielte drei Stunden lang in der Lauterner Festhalle

Fanclub wird zum Veranstalter

Lautern.Wer sich am vergangenen Sonntag der Festhalle in Lautern näherte und an all den geparkten Autos in den anliegenden Straßen vorbeiging, dem war schnell klar, dass die Sitzgelegenheiten in der Festhalle knapp werden würden. In der Halle wurde derweil das Waschbrett ausgepackt, aber nicht, weil all die Menschen gekommen waren, um ihre Wäsche zu waschen, sondern weil der Frontmann der Original Blütenweg-Jazzer Bruno Weis das tat, was as Publikum mindestens einmal pro Auftritt erwartet – er spielte seine legendäre Waschbretteinlage.

Nach ihrem umjubelten Auftritt im November vergangenen Jahres in dem restlos ausverkauften Gasthaus Traube in Reichenbach war das Gastspiel in Lautern von den Fans sehnlichst herbeigesehnt worden. Auch in der Festhalle mussten alle verfügbaren Stühle zusammengetragen werden, um dem Ansturm der Musikfreunde gerecht zu werden.

Der dreistündige Auftritt, der als Jazz-Frühschoppen deklariert worden war, hatte eine Besonderheit, denn das Konzert wurde nicht von den Musikern organisiert, sondern vom Fanclub der Original Blütenweg-Jazzer. Vorsitzende Tanja Formatschek, wohnhaft in Lautern, hatte die Idee, in ihrem Heimatort ein Konzert zu veranstalten.

Bei den Lauterner Vereinen fand sie sofort offene Ohren und so kümmerten sich Mitglieder der SG Lautern um die Bewirtung der über 200 Zuhörer in der Festhalle. Darunter auch Bürgermeister Andreas Heun und der ehemalige Landrat Matthias Wilkes.

Klassiker im neuen Stil

Mit der „Bourbon Street Parade“ begann das Konzert und spätestens bei ihrer Version des Chuck Berry Klassikers Johnny B. Goode gab es für einige Zuhörerinnen kein Halten mehr und sie stürmten vor die Bühne, um zu tanzen. Wer die Original Blütenweg-Jazzer kennt, der weiß, dass sie sich nicht nur die berühmten Jazz- und Dixieland Standards spielen, wie „Route 66“ oder „Margie“, sondern auch anderen Liedern ihren musikalischen Stempel aufdrücken und dann auch Lieder wie „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Ich bin der König im Affenstaat“ oder „Take me home Country Road“ im eigenen Stil mit großem Vergnügen spielen.

Jeder Musiker glänzte auch in zahlreichen Solos. Auf der Bühne standen, neben Bandleader Weis, Rainer Dorstewitz, Hubert Ensinger, Günter Flassak, Peter Glenewinkel, Dieter Kordes und Hans-Dieter Vötter. Als Gastmusiker fügten sich der Saxofonist Fritz Neidlinger und die Schlagzeuger Tommy Debus-Woller und Hans-Jürgen Götz perfekt ein.

Das Konzert, das nur von drei kleinen Pausen unterbrochen wurde und erst nach mehreren Zugaben endete, war am Ende für alle Beteiligten ein Erfolg und für die Fanclubvorsitzende Tanja Formatschek ein gelungener Einstand als Konzertveranstalterin ihrer Lieblingsband. TN

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