Lautertal

Konzert Die Band Ceol agus Ól spielt auf Einladung des Kleinkunstvereins Doguggschde am 19. Januar in Winterkasten

Folk-Musik ohne moderne Effekte

Winterkasten.Mit der Darmstädter Band Ceol agus Ól startet die Konzertreihe „Folk in de Werdschafd“ des Odenwälder Kleinkunstvereins Doguggschde am Samstag, 19. Januar, ins neue Jahr. Das Konzert ist im Gasthaus Zum Raupenstein in Winterkasten.

„Ich kenne die Musiker von den Irish-Folk-Sessions, die monatlich in Darmstädter Lokalen stattfinden und bei denen ich seit etwa 2001 regelmäßig mitwirke. Ceol agus Ól spielt jetzt zum vierten Mal bei Doguggschde“, berichtete Rudi Roth, der die Konzerte für den Kleinkunstverein organisiert. Einem Auftritt in Quartettbesetzung 2004 folgten 2013 und 2014 Konzerte in Trioformation – jeweils mit dem Lautertaler Folkduo Tullamore Two. Inzwischen ist die Band auf fünf Musiker angewachsen und wird den Konzertabend am 19. Januar alleine bestreiten.

Auf ihrer Internetseite erläutert die Musikgruppe, dass der Bandname Ceol agus Ól (sprich: kjol agus ohl) in etwa „Musik und Getränk“ bedeutet und aus dem Gälischen kommt. Die Musiker fühlen sich der traditionellen irischen und schottischen Folklore verpflichtet, wie sie in den Pubs Irlands und Schottlands zu hören ist.

„Bewusst verzichten wir auf nicht ursprüngliche Instrumente wie elektrische Gitarren und Keyboards. Zum Einsatz kommen Akkordeon (Chris), akustische Gitarre (Pittjes), Geige (Karen), Concertina (Philipp) und Bodhrán (Steffi). Die Instrumente rahmen Peters und Steffis Gesang ein, der das Aufkommen der typischen, lockeren und ausgelassenen Pub-Atmosphäre ermöglicht“, schreiben die Musiker.

Zwar spielen Ceol agus Ól am liebsten ohne elektronische Hilfsmittel, aber bei größeren Konzerten kommt eine bandeigene Beschallungsanlage zum Einsatz. Dabei sind die Fünf nach eigener Aussage sehr bemüht, die Musik auch aus den Lautsprechern möglichst authentisch klingen zu lassen und verzichten auf moderne Soundeffekte.

Neue Gesangsstimme

Die Bandmitglieder: Peter „Pittjes“ Hoffmann (Gitarre, Gesang) stieg 2001 in die 1997 gegründete Band seines Bruders Wolfgang ein, als der bisherige Gitarrist Klaus die Band aus beruflichen Gründen verlassen musste. Christiane „Chris“ Eymann lebte in der Zeit von 1985 bis 1991 in Wales und bewohnt mit ihrer Familie einen alten Bauernhof im Odenwald, der einmal im Jahr zur Folk-Open-Air-Arena umfunktioniert wird. Seit 2002 spielt sie Akkordeon bei Ceol agus Ól.

Karen Bunnett aus Dublin wohnt schon viele Jahre in Südhessen und spielte ihre Geige auch schon für eine CD-Produktion von Paddy Schmidt, dem Sänger der Gruppe „Paddy goes to Holyhead“. Jetzt bereichert sie mit ihrer Fiddle die Musik von Ceol agus Ól. Mit Stefanie „Steffi“ Arlt ist nicht nur die Bodhran (irische Rahmentrommel) neu besetzt. Die neue weibliche Gesangsstimme macht die Songs der Band interessanter und abwechslungsreicher.

Philipp Schwartz aus Hamburg spielte seine Concertina bisher bei Folksessions in und um Darmstadt und bediente bei Ceol agus Ól das Mischpult. Sein Wechsel vom Mixer auf die Bühne bringt eine weitere Klangfarbe in die Musik der Band ein. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel