Lautertal

Gärtnerei Hechler Beim ersten Konzert der Reihe „Wer will, kann kommen“, des Jahres gab es Lieder von Johannes Brahms und Franz Schubert

Frühlingsgedichte mit Gesang und Klavier

Archivartikel

Reichenbach.Viele Freunde klassischer Musik lieben die Stücke von Johannes Brahms und Franz Schubert. So waren auch alle Plätze in der ehemaligen Gärtnerei Hechler belegt, wo das erste Konzert aus der Reihe „Wer will, kann kommen“ in diesem Jahr stattfand. Gastgeberin Christine Hechler wurde von Burkhard Dersch auf dem Klavier begleitet. Arnold Schäfer sang mit ihr im Duett und spielte Trompete.

Komponist Franz Schubert fasst Frühlingsgefühle in Sätze wie „Die Luft ist blau, das Tal ist grün, die kleinen Maiglöckchen blühen“. Der Österreicher lebte von 1797 bis 1828.

Schlaflieder vertont

Seine Werke wurden erst später berühmt – in dem Jahrhundert, in dem Johannes Brahms 1833 in Hamburg zur Welt kam und 1886 in Wien starb. Er gehört zu den bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte. Er stammte aus einfachen Verhältnissen.

Anfangs spielte er in Matrosenkneipen und Tanzlokalen, bevor er Kontrabassist im Hamburger Städtischen Orchester wurde. Gleich nach seinem ersten Konzert wurde er zu einer Amerika-Tournee eingeladen, die sein Musiklehrer mit der Begründung verhinderte, er müsse ihn noch ausbilden.

Johannes Brahms vertonte unter anderem das Volks -und Kinderlied „An die Nachtigall“, das Arnold Schäfer solo sang. Die kleinen Kinder im Konzertraum schliefen auf den Armen ihrer Mütter sofort ein. Ebenso gekonnt trug er „Liebe schwärmt auf allen Wegen“ von Schubert vor.

Die beiden Dirigenten vertonten oft bekannte deutsche Gedichte wie „Guten Abend, gute Nacht“, ein Werk, das zuerst in Niederdeutscher Sprache, also dem Dialekt in Brahms Heimat Hamburg, verfasst wurde. Viele Großeltern haben das Lied ihren Enkeln zum Einschlafen vorgesungen. Hechler glänzte mit einer Soloeinlage des Stücks „Seligkeit“ von Franz Schubert, dessen Text von Ludwig Christoph Heinrich Hölty stammt.

Oft gibt der Rhythmus der Gedichte schon Anhaltspunkte für die musikalische Umsetzung. Mit Blockflöten leiteten Hechler und Schäfer „Am Rhein und am Main und am Neckar“ von Valentin Rathgeber ein. Der Komponist lebte von 1682 bis 1750. Viele Zuhörer kannten das Lied. Ebenso jene von Franz von Suppé, der neben Jacques Offenbach als einer der bedeutendsten Operetten-komponist gilt.

Arnold Schäfer trug als Soloeinlage „Rosen für dich“ vor und spielte auf der Trompete die „Ouvertüre zu Leichte Kavallerie“, den „Frühlingsmarsch“ von Robert Schumann und „Plaisier d’amour“ von Martini. Viele freuten sich auch über das Volks- und Kinderlied: „Wenn ich ein Vöglein wär“, mit der Melodie von Robert Schumann.

Kanon zum Abschluss

Mit Liedern über Nachtigall und Lerche endete das Konzert von Christine Hechler, Arnold Schäfer und Burkhard Dersch. Die drei Musiker forderten das Publikum noch zum Singen des Kanons „Abendstille überall“ auf. Der Text ist von Otto Laub und die Musik von Fritz Jöde. Die Musiker erhielten viel Applaus vom Publikum und Blumensträuße als Dankeschön.

Beim nächsten Konzert in der Gärtnerei Hechler treten am Samstag, 25. Mai, um 15 Uhr die Nachwuchsmusiker aus dem Lautener Kindergarten auf. Am Samstag, 6. Juli, folgt um 19 Uhr „Singen am Lagerfeuer“, mit Volksliedern, Kanon und Mundart. Am Samstag, 31. August, gibt es ab 17 Uhr Opern, Operetten und Duette.

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