Lautertal

Gründungsversammlung Bürger sind für Freitag, 18. Oktober, ins alte Rathaus eingeladen

Gadernheimer gründen eigene Initiative gegen Bauschutt-Anlage

Gadernheim.In Gadernheim soll am Freitag, 18. Oktober, eine Bürgerinitiative gegründet werden, um den geplanten Bau einer Bauschutt-Recyclinganlage in Kolmbach zu verhindern. Die Anlage soll direkt an der Grenze zu Gadernheim im Kolmbacher Gewerbegebiet Im Gehren errichtet werden. Voraussetzung ist allerdings, dass es dafür eine Genehmigung gibt.

Zuständig für die Prüfung der Antragsunterlagen und eine Genehmigung ist das Regierungspräsidium Darmstadt.

Die Bürger aus Kolmbach haben bereits eine Initiative gegen die neue Firma gegründet und durch Unterschriftensammlungen und Öffentlichkeitsarbeit deutlich gemacht, das sie von dem Bau einer solchen Anlage eine erhebliche Einschränkung ihrer Wohn- und Lebensqualität erwarten.

Auch in Gadernheim und im weiteren Lautertal regt sich inzwischen Protest gegen das Projekt. In einer Ortsbeiratssitzung in Gadernheim wurde daher bereits über die Gründung einer Bürgerinitiative nachgedacht, um alle Hebel in Bewegung zu setzen damit der Bau der Anlage verhindert wird. Dabei stand zunächst die Überlegung im Raum, ob sich die Gadernheimer der Kolmbacher Bürgerinitiative anschließen oder eine eigene gründen. „In Kolmbach ist man der Meinung dass zwei Bürgerinitiativen nützlicher und effektiver sind, auch wegen möglichen Abstimmungen“, informierte nun Gadernheims Ortsvorsteher Peter Bünau.

„Brisantes Thema“

Er lädt daher alle Mitglieder des Ortsbeirates und alle interessierten Bürger für Freitag, 18. Oktober, in den Sitzungsraum im Alten Rathaus ein. Ab 19.30 Uhr soll die Gründung einer eigenen Bürgerinitiative für Gadernheim vorbereitet und beschlossen werden. „Es wäre schön, wenn eine rege Teilnahme erfolgen würde, schon allein wegen der Brisanz des Themas“, sagte Bünau.

„Es werden Mitstreiter gesucht, um diese Anlage zu verhindern, die einen enormen Eingriff in die Lebensqualität der Gadernheimer darstellt und auch in unsere Natur, die wir vor Umwelteinflüssen schützen wollen und müssen. Je mehr Menschen gegen solche Eingriffe sind, umso mehr werden hoffentlich die zuständigen Behörden aufmerksam und treffen die richtigen Entscheidungen“, sagte Peter Bünau. jhs

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