Lautertal

Konzert Die Original Blütenweg-Jazzer spielten anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens in Reichenbach

Gänsehaut-Momente und Spielfreude in der „Traube“

Reichenbach.Immer für eine Überraschung gut sind die Original-Blütenweg-Jazzer (OBWJ), die zu ihrem Konzert in Reichenbachs „Traube“ als Gast Fritz Neidlinger mitgebracht hatten, der nicht nur mit seiner Klarinette, sondern vor allem seinem Spiel auf dem seltenen Sopran-Saxofon die Bläsergruppe der Blütenwegjazzer ergänzte. Auch mit seinem Gesang erzeugte er Gänsehaut-Feeling. Die Musiker um OBWJ-Chef Bruno Weis gaben dem Klarinettisten viel Raum, um sich musikalisch einzubringen. Er ist wie die Band Ehrenbürger von New Orleans.

Mit der „Bourbon Street Parade“ begannen die Blütenwegjazzer ihr zweistündiges Programm, zu dem Bruno Weis die Gäste begrüßte, unter ihnen mit Angela Baumbach einen Ehrenfan, der aus Düsseldorf angereist war. Grüße von Lautertals Bürgermeister Andreas Heun übermittelte Weis, der allen Gästen ein schönes Konzert wünsche.

Zum 40-jährigen Bestehen der Band gibt es einen neuen Tonträger. Die CD mit dem Titel „Jazz- Live“ wurde beim 25. Internationalen Oldtime Jazz Festival in Speyer aufgenommen. Das offizielle Geburtstagskonzert findet am 27. Oktober 2019 im Parktheater in Bensheim statt. Karten dazu gibt es im BA-Medienhaus in Bensheim, wusste Weis zu berichten.

Gleich mit „Petite Fleur“ konnte Fritz Neidlinger zeigen, wie facettenreich er sein Sopransaxofon spielen kann. Mehrere Ausflüge in den Bereich des Rock’n’Rolls unternahm die Band mit „Route 66“, „Good Golly Miss Molly“, „Sweet Little Sixteen“, „Johnny B. Goode“ oder „Blue Suede Shoes“.

Applaus für Soloeinlagen

Immer wieder erhielten die einzelnen Musiker für ihre Soloeinlagen Zwischenapplaus. Spielfreude und Professionalität kennzeichneten den Auftritt der Blütenwegjazzer. Mit „Blue Berry Hill“ und seiner hessischen Adaption „Am Blaubeerhang“ begeisterte Fritz Neidlinger die Zuhörer. „Das muss man erlebt haben“, kommentiert Bruno Weis diesen Beitrag. Ebenso zur guten Stimmung trug Neidlingers Komposition und größter Hit „Altstadt Boogie“ bei. Zu „Let’s Twist again“ wagten sich sogar einige Damen auf die Tanzfläche.

Weihnachtslied im Frühling

Mit „Geld ist nicht wichtig“, „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Hallo kleines Fräulein“ wurden die Fans deutschsprachiger Titel bedient. Authentische „Urwaldgeräusche“ bebilderten akustisch „Ich bin der König im Affenstadt“ und karibische Atmosphäre wurde mit „Eh la bas“ kreiert. Für Freunde des Tangos gab es „Buona Sera Signorina“ aus den 50er Jahren. Auch wenn es nicht gerade Weihnachtszeit ist, erfüllten die Blütenwegjazzer den Wunsch nach „Feliz Navidad“ als Geburtstagsgruß für einen Gast.

Wunderbar, wie die OBWJ-Interpretation von „What a wonderful World“, seien die 40 Jahre mit den Blütenwegjazzern gewesen, so Bruno Weis (Gitarren-Banjo, Moderation) zum Abschluss des Auftritts in Reichenbach, bei dem er die einzelnen Musiker vorstellte.

Das waren Fritz Neidlinger (Klarinette, Sopransaxofon, Gesang), Hubert Ensinger, (Kornett, Ventilposaune, Akkordeon, Gesang), Peter Glenewinkel (Posaune), Dieter Kordes (Klavier, Akkordeon, Gesang), Rainer Dorstewitz (Tenor-Banjo), Günter Flassak (Bass) und Olli Schmitz (Schlagzeug).

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