Lautertal

Baugebiet Im Gehren Bürger sorgen sich wegen möglichem Projekt in Kolmbach

Gegenwind für Recycling-Anlage

Gadernheim/Kolmbach.Sollten die Planungen für die Errichtung einer Bauschuttaufbereitungsanlage im Kolmbacher Gewerbegebiet an der Ortsgrenze zu Gadernheim weitergeführt werden, müssen die Betreiber damit rechnen, den Unmut der Bürger aus beiden Ortschaften zu spüren zu bekommen. Das wurde in der gut besuchten Gadernheimer Ortsbeiratssitzung deutlich.

Anwesend waren dabei auch Kolmbacher Bürger sowie Kurt Dersch, Ortsvorsteher des Lindenfelser Stadtteils. Nachdem kürzlich in Kolmbach über das Vorhaben eines im Stadtgebiet befindlichen Gewerbebetriebes in der Ortsbeiratssitzung informiert wurde, hatte nun der Ortsvorsteher von Gadernheim Peter Bünau das Thema auf die Tagesordnung genommen.

Noch liegen keine Pläne vor

„Aus Gadernheimer Sicht können wir uns die Errichtung eines solchen Betriebes nicht akzeptieren“, so Bünau. Erwartet werden in der nahen Wohnbebauung Lärm, Schmutz durch Stäube und vor allen eine starke Belastung durch die Anlieferung und Abfahrt von Lastkraftwagen. „Das betrifft auch uns Gadernheimer massiv“, unterstrich er. Jürgen Machleid wies außerdem darauf hin, dass das Gebiet auch für die Naherholung von Spaziergängern benutzt wird.

Weitere Informationen gab der Ortsvorsteher von Kolmbach Kurt Dersch. Er berichtete, dass die Stadt Lindenfels im Gewerbegebiet im Gehren eine Parzelle hat, die sie an die Gewerbetreibenden veräußern kann. Soweit er informiert ist, habe der Unternehmer sein Interesse bekundet. Auch habe es erste Gespräche mit den zuständigen Behörden gegeben. In diesem Falle würde ein Genehmigungsantrag nach dem Bundesemissionsschutzgesetz behandelt werden.

Da derzeit wohl noch kein Antrag gestellt wurde, kann vonseiten der Gremien nur abgewartet werden. Auch der Stadt Lindenfels lägen noch keine Pläne vor, so Dersch. Sollte es zu einem Antrag kommen würden, die städtischen Gremien und auch die betroffenen Ortsbeiräte zur Beratung gebeten.

Die Informationen von Kurt Dersch bestätigte Bürgermeister Andreas Heun. Auch die Gemeinde Lautertal hat schon am Regierungspräsidium nachgefragt und um Informationen gebeten, auch im Fall der Antragsstellung. „Eine Schredderanlage ist als sensibles Thema zu werten“, so Heun.

Für Ortsvorsteher Peter Bünau ist es daher auch sehr wichtig, frühzeitig die Öffentlichkeit zu informieren. Sollte es zur Antragstellung kommen werden auch die Gremien von Lautertal um Stellung gebeten. jhs

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