Lautertal

Ortsbeirat Knoden Bei der jüngsten Sitzung ging es um den Entwurf für den Lautertaler Haushalt 2020

Gremium fordert Mittel zur Entwässerung

Archivartikel

Knoden.Die Mitglieder des Ortsbeirates Knoden und Breitenwiesen hatten in ihrer jüngsten Ortsbeiratssitzung über den Haushaltsplan 2020 zu beraten. Sie vermissten in dem Haushaltsentwurf 20 000 Euro, die im Jahr 2018 für die Entwässerung der Glattbacher Straße in Breitenwiesen vorgesehen waren. Bei Unwettern läuft Wasser in den Hof eines privaten Anwesens. Bislang wurde dort nichts unternommen und im Haushaltsplanentwurf für 2020 fehlt der Kostenansatz. Deshalb baten die Mitglieder des Ortsbeirates unter Leitung des Vorsitzenden Hans-Dieter Bickelhaupt diesen Punkt wieder in den Entwurf aufzunehmen.

Nach den Ausführungen von Bürgermeister Andreas Heun wurde der Haushaltsentwurf 2020 einstimmig „zur Kenntnis genommen“. Wie Andreas Heun darstellte, ist der Haushaltsplan für 2020 „ausgeglichen“ und hat einen Überschuss von 140 000 Euro. Alle Investitionen können aus den laufenden Finanzmitteln getätigt werden und eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen.

Fragen zum Wendehammer

Zu den großen Investitionen gehören die Sanierung in zuvor ausgearbeiteten Bereichen in der Wasserversorgung und Investitionen in den Straßenbau sowie in die technische Infrastruktur im Rathaus. Wichtig sind für Heun auch Investitionen in den Brandschutz. Da Lautertal eine Kommune mit einer Fläche von 30 Quadratkilometern ist, bedeutet das auch, dass allein durch diese Größe und die Lage im Odenwald ganz andere Kosten entstehen können, als etwa bei einer Gemeinde im flachen Ried mit weniger Fläche. Allein diese Tatsache sollte seiner Meinung nach beim kommunalen Finanzausgleich berücksichtigt werden.

Ein Thema, das auch Geld kosten kann, ist die Wegeregelung im Bereich Wendehammer Knoden. Dazu wurde in einer der letzten Ortsbeiratssitzungen auch schon ein Beschluss gefasst, allerdings ist außer einem Gespräch mit der Bauverwaltung noch nichts geschehen. Das Problem ist der an den Wendehammer anschließende Weg, der von Grundstücksbesitzer in dahinter liegenden Parzellen genutzt wird.

Auch bei Wanderern ist dieser Weg sehr beliebt, obwohl er kein offizieller Wanderweg ist. Die Frage ist, inwieweit der Weg Gemeindeeigentum ist und wo privates Eigentum beginnt. Eine Ortsbegehung mit Anliegern und Vertretern der Gemeinde könnte hier Klarheit bringen. Nach Meinung der Vertreter des Ortsbeirates gehört dieser Weg komplett in die öffentliche Hand und damit auch die Pflege. „Der Weg wird als Zubringer des Nibelungensteigs benutzt und ist deshalb auch ein Aushängeschild für die Gemeinde Lautertal“, gab Ortsvorsteher Hans-Dieter Bickelhaupt zu bedenken. Auch die Sanierung des Wendehammers steht in Verbindung mit dem Zugang zu diesem Weg.

Da der Wendehammer von den Fahrzeugen des Zweckverbands Abfallwirtschaft Bergstraße (ZAKB) zum Wenden benutzt wird, ist er auch für die Knodener Bürger wichtig. Niemand möchte seine Mülltonnen bis weit nach oben zur Straße bringen müssen. Deswegen hat auch dieses Thema eine Dringlichkeit. Was die Kosten betrifft, verwies Bürgermeister Heun auf die allgemeine Finanzsituation der Gemeinde Lautertal.

Der einstimmige Beschluss des Ortsbeirates lautete daher, dass der Ortsbeirat die Gemeinde Lautertal bittet, die Wegeregelung weiter voranzutreiben. jhs

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