Lautertal

Reichenbach In der Felsenmeerschule begrüßte Schulleiterin Simone Kurt 35 Erstklässler

Große Feier zum ersten Gang ins Klassenzimmer

Reichenbach.An der Felsenmeerschule in Reichenbach sind 35 Kinder eingeschult worden. Nach dem Einschulungsgottesdienst in der Kirche warteten die Abc-Schützen und ihre Eltern auf den großen Moment, in dem die Kinder zum ersten Mal in das Klassenzimmer gingen.

Am Morgen hatten dritte und vierte Klassen mit ihren Betreuern den Schulhof festlich geschmückt. Ein aus Pappkartons gebasteltes „Herzlich willkommen“ begrüßte die Erstklässler. Der Chor der zweiten Klassen empfing die Neuen mit Rolf Zuckowskis Lied: „Schule ist – komm sei dabei“. Die 35 Erstklässler sowie ihre Eltern, Großeltern und Verwandten klatschten sofort mit. Manch ein Kind kannte den Text schon und sang mit.

Aufmunternde Worte

Schulleiterin Simone Kurt begrüßte die neuen Grundschüler. Sie hatte eine Bitte an die Eltern: „Lassen sie ihre Kinder los, die sind jetzt schon groß. Lassen sie die Kinder selbstständig werden, auch wenn das schwerfällt.“ Das fange beim Packen vom Schulranzen an und höre am Nachmittag beim Auspacken des Pausenbrotes auf.

Kurt appellierte an die Eltern, die Kinder pünktlich zur Schule zu schicken. Sie erinnerte auch daran, dass es Kinder gibt, die schnell lernen und solche, die langsamer lernen. Sorgen sollten sie sich nicht machen, beides sei in Ordnung. Die Schulleiterin riet den Eltern außerdem, ihre Kinder vom Schultag erzählen zu lassen, wie sie selbst es wollen, anstatt sie zu drängen.

Im Anschluss las Kurt das Gedicht „Wenn ein Löwe in die Schule geht“ von Friedl Hofbauer vor. Dazu hatte sie eine Reihe von Gegenständen neben sich auf einen Tisch gestellt darunter einen Löwen. „Der Löwe lernt brüllen, schleichen und kratzen. Die Kinder lernen lesen, rechnen, schreiben auf den Plätzen bleiben, sie lernen von Blumen und Spatzen und warum die Luftballons platzen“, rezitierte die Schulleiterin.

Fragen zu Unterricht und Entwicklung des Kindes beantworten die Klassenlehrerinnen der 1a und 1b. Die Klasse 2d begrüßte die Kinder mit dem Theaterstück „Pünktchen sucht einen neuen Freund“. Die Handlung: Pünktchen, ein Marienkäfer, merkt schnell, dass weder Frösche, noch Schmetterlinge oder Ameisen seine Freunde sein wollen. Dann lernt er einen anderen Marienkäfer kennen und von da an sind sie Freunde. Für die 35 Erstklässler ein Thema, denn oft sind ihre Freunde noch im Kindergarten oder gehen in eine andere Grundschule.

Schulleiterin Kurt machte die Eltern auch auf die Mappe aufmerksam, die den Stundenplan und andere wichtige Informationen enthält. Mit einem afrikanischen Kanon und Tanz munterte der Chor der zweiten Klasse die Erstklässler nochmals auf und machte ihnen mit den Zeilen „Wir gehen jetzt zur Schule“ noch mehr Mut.

Motivierte Geschwister

Die Klassenlehrerin der 1a, Michaela Reisert, rief ihre Schüler namentlich auf, ebenso Yvonne Herr von der 1b. Im Anschluss ging es für die Erstklässler in die neuen Klassen. Die Schultüten ließen sie im Schulhof, nur die Ranzen nahmen sie mit. Die jüngeren Geschwister wollten gleich mit ins Klassenzimmer – was natürlich nicht ging.

Während der ersten Schulstunde boten die Eltern der Dritt- und Viertklässler den wartenden Eltern der neuen Erstklässler Erfrischungen an. Manch einer ging zum Frühstück zum Bäcker. Viele Eltern konnten es kaum erwarten, die Schulkinder wieder in Empfang zu nehmen, um den wichtigsten Tag im Leben gebührend zu feiern. Nach der Schulstunde holten sie die Kinder an der Treppe ab – im Schulgebäude war es zu eng. Immer wieder hörte man Großeltern und Eltern sagen, es sei nun auch wirklich Zeit, dass die Kinder in die Schule kommen.

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